Kurz vor dem NFL-Spiel der Green Bay Packers gegen die Denver Broncos überraschten die Packers mit einem Bild auf Social Media. Einer der Stars spielte mit einer kleinen Deutschland-Flagge auf dem Helm. Das steckt dahinter.
Vor der Auswärtspartie hatte sich das NFL-Team etwas Besonderes überlegt. Ausgewählte Packers-Spieler trugen auf ihrem Helm neben der amerikanischen Flagge daneben die Fahne des Landes, das ihre Herkunft zeigt. "Hisst eure Flaggen", posteten die Packers auf X (vormals Twitter).
Auf einem Helm prangte dann auch Schwarz-Rot-Gold. Er gehörte zu Running Back Aaron Jones. Nun ist der 28-Jährige kein deutscher Staatsbürger - allerdings lebte er mit seiner Familie ein paar Jahre in Deutschland.
Aaron Jones und seine Verbindung nach Deutschland
Jones' Eltern arbeiteten für das US-Militär. Mitte der 1990er Jahre wurden sie in Deutschland stationiert und lebten in Heidelberg.
Mit dabei waren auch Aaron Jones und sein Zwillingsbruder Alvin jr. - damals zwei Jahre alt. Die beiden kamen in eine deutsche Kita und sprachen einem "ESPN"-Bericht zufolge auch fließend Deutsch.
Demnach begleiteten sie immer wieder ihre Mutter in den Supermarkt, um beim Übersetzen zu helfen. Nach drei Jahren zog die Familie zurück in die USA, erst nach Fort Camp in Kentucky. Anschließend weiter nach Tennessee, Virginia und El Paso an der Grenze zu Mexiko (daher auch sein Sombrero-Look vor und nach Spielen).
Jahrelang sprachen die beiden Jungs Deutsch als "Geheimsprache", die die anderen um sie herum nicht verstanden. Da es in der alten Heimat keine Deutsch-Lehrer gab, ging der deutsche Sprachschatz aber wieder verloren. Dafür startete Jones immer mehr im Football durch.
Die Packers holten ihn im NFL-Draft 2017 in der fünften Runde ins Team. 2020 schaffte es der Ballträger zum Pro Bowl. Im vergangenen Jahr kam er auf 1121 Rushing Yards und zwei Rushing Touchdowns.
Bei dem Auswärtsspiel in Denver brachte die deutsche Flagge am Helm allerdings kein Glück. Die Packers verloren die Partie, in der Kicker Will Lutz zum Broncos-Held wurde, mit 16:19.







