Der Deadline Day war ein schwarzer Tag für den FC Bayern: Gleich vier potentielle Transfers platzten. Für Ex-Nationalspieler und TV-Experte Dietmar "Didi" Hamann ist das kein Zufall. Der 50-Jährige sieht eine große Führungskrise beim deutschen Rekordmeister - und viele Probleme auf Trainer Thomas Tuchel zukommen.
João Palhinha blieb beim FC Fulham. Armel Bella-Kotchap ging zur PSV Eindhoven, Joao Cancelo zog einen Wechsel zum FC Barcelona vor. Und Trevoh Chalobah? Für ihn heißt es weiter FC Chelsea statt FC Bayern.
Keine Frage: Der Deadline Day verlief ganz und gar nicht nach den Vorstellungen des deutschen Rekordmeisters. TV-Experte Dietmar "Didi" Hamann verwunderte das nicht. "Sie haben im Moment ein Machtvakuum - und deswegen sind sie gestern so auf die Nase gefallen", sagte der Ex-Nationalspieler und heutige TV-Experte am Samstag bei "Sky".
Hamann, der von 1993 bis 1998 für die Bayern-Profis auflief, sieht die Münchner in einer veritablen Führungskrise. "Vom Vorstand zum Trainer und vom Trainer zur Mannschaft" macht der 50-Jährige eine "vergiftete Atmosphäre" aus.
Ex-Bayern-Star ledert gegen Vorstand: "Im Moment keine starke Hand"
"Du hast einen Trainer, der Sachen kommentiert, die er eigentlich nicht kommentieren soll", kritisierte Hamann. In diesem Zusammenhang lederte der TV-Experte vor allem gegen die Münchner Klubführung. Es gebe "im Moment keine starke Hand" im Klub, so Hamann.
Bayerns Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen müsse "noch etwas energischer und forcierter in Erscheinung treten" und Tuchel "auch mal in die Schranken" weisen, forderte Hamann weiter.
Vor allem die geplatzte Verpflichtung von Tuchels Wunschspieler Palhinha wird laut dem Ex-Nationalspieler schwere Folgen für den FC Bayern haben. Der Portugiese hätte als "Sechser" den Konkurrenzkampf im Mittelfeldzentrum neu entfachen sollen. Jetzt könnte genau das Gegenteil eintreten, befürchtet Hamann.
"Was denkt sich jetzt der Kimmich? Macht sich der Kimmich das Trikot noch schmutzig für den Thomas Tuchel? Geht er diesen letzten Meter, den du machen musst, um in der Champions League zu gewinnen, um Meister zu werden?", stellte der 50-Jährige in Frage.





























