Nachdem Max Verstappen sich bereits im Qualifying am Freitag überlegen die Bestzeit gesichert hatte, war er bei erneut wechselhaften Bedingungen im Sprint-Shoot erneut der schnellste Mann. Der Red-Bull-Pilot fuhr mit einer 1:49.056 dieses Mal aber nur hauchdünn auf Platz eins!
Oscar Piastri (McLaren) war lediglich 0,011 Sekunden langsamer als der Weltmeister und verpasste damit nur hauchdünn eine Rookie-Sensation. Dahinter landeten die Ferrari-Piloten Carlos Sainz und Charles Leclerc, Lando Norris (McLaren) Fünfter.
Dahinter sortierten sich Pierre Gasly (Alpine), Lewis Hamilton (Mercedes), Sergio Perez (Red Bull), Esteban Ocon (Alpine) und George Russell (Mercedes) in den Top 10 sein. Nachdem in SQ1 und SQ2 noch die Intermediates die Pneus der Wahl gewesen waren, setzten in SQ3 alle Fahrer auf weiche Reifen.
Das Shootout begann mit 35 Minuten Verspätung. Planmäßig sollte die Qualifikation für den Sprint bereits um 12:00 Uhr Ortszeit beginnen. Weil die Strecke da nach Ansicht der Rennleitung aber noch zu nass war, ging es letztendlich erst um 12:35 Uhr mit SQ1 los.
Da war die Strecke dann schon wieder trocken genug, dass alle 20 Fahrer mit Intermediates aus der Box fahren konnten. Dort ließ Verstappen zum ersten Mal die Muskeln spielen: Er fuhr die Bestzeit in 1:58.135 Minuten und war damit acht Zehntel schneller als der Rest der Welt.
Warum setzte Nico Hülkenberg keine Zeit?
Am Ende Ende des Feldes fand sich Nico Hülkenberg wieder. Haas setzte alles auf eine schnelle Runde ganz am Ende der Session, doch weil Hülkenberg auf seiner Outlap Verkehr hatte, kam er zu spät über die Ziellinie und schied ohne Rundenzeit als Letzter aus.
"Interessante Ausführung", funkte der Deutsche nach seinem Aus sarkastisch in Richtung des Haas-Teams, das sich daraufhin bei ihm entschuldigte. "Sorry Nico, wir haben es nicht hinbekommen", so Renningenieur Gary Gannon.
Yuki Tsunoda (AlphaTauri), Valtteri Bottas (Alfa Romeo), Kevin Magnussen (Haas) und Guanyu Zhou (Alfa Romeo) schafften den Cut ebenfalls nicht. Glück für George Russell: Der Mercedes-Pilot bekam seine letzten Runde nicht hin, schaffte als 15. aber geradeso den Sprung in SQ2.
Wer sorgte für die rote Flagge in SQ2?
Dort war Lance Stroll der erste (und einzige) Pilot, der wenige Minuten vor Schluss einen Wechsel auf Slicks riskierte. "Es ist zu früh", ahnte der Kanadier am Funk allerdings schnell. Trotzdem forderte das Team ihn auf, eine schnelle Runde zu versuchen.
Die Konsequenz: Stroll crashte in Kurve 9 und sorgte für das vorzeigte Ende von SQ2. Damit besiegelte er nicht nur sein eigenes Aus sondern riss auch den Teamkollegen mit raus. Fernando Alonso hatte zum Zeitpunkt des Abbruchs ebenfalls noch keine Zeit gesetzt und startet im Sprint so nur als 15.
Auch die beiden Williams-Piloten Logan Sargeant und Alexander Albon setzten alles auf eine schnelle Runde am Ende der Session und schieden durch die rote Flagge ebenfalls ohne Zeit aus. Auch Daniel Ricciardo (AlphaTauri) schaffte den Cut als Elfter nicht, Russell hatte als Zehner erneut Glück.
Was war zwischen Hamilton und Verstappen los?
Die Bestzeit in SQ2 ging derweil erneut an Verstappen. Eine 1:55.200 bedeutete erneut einen Vorsprung von mehr als sechs Zehntelsekunden auf den Rest der Welt. Zweiter wurde Hamilton, der zuvor in SQ1 bereits eine kleine Begegnung mit Verstappen hatte.
Der Rekordweltmeister stand Verstappen in Kurve 8 einmal im Weg, die Rennkommissare verzichteten allerdings auf eine Untersuchung. Nach dem Stroll-Crash verschob sich der Start von SQ3 derweil noch einmal, weil die Streckenbegrenzung erst repariert werden musste.
Übrigens: Durch die Verzögerung im Shootout findet auch der Sprint selbst erst 35 Minuten später statt. Das schreibt das Reglement so vor. Los geht es damit nicht wie geplant um 16:30 Uhr sondern erst um 17:05 Uhr am frühen Samstagabend.

