Suche Heute Live
DEL
Artikel teilen

DEL
Eishockey
(M)

Bullen lassen Ingolstadt keine Chance

Meister! EHC München setzt sich die DEL-Krone auf

Der EHC München ist Meister der DEL
Der EHC München ist Meister der DEL
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Heike Feiner
23. April 2023, 16:35

Don Jackson riss beim Überzahl-Tor von Andreas Eder glücklich die Arme in die Höhe - und wenige Minuten später hielt der DEL-Rekordtrainer nach dem Münchner Eishockey-Triumph den Siegerpokal glücklich und emotional berührt in Händen.

In einem engen fünften Playoff-Endspiel besiegte Favorit EHC Red Bull München am Sonntag den starken Herausforderer ERC Ingolstadt mit 3:1 (1:1, 0:0, 2:0). Im goldenen Konfettiregen stemmte Kapitän Patrick Hager den Pokal unter dem Jubel der Fans Richtung Hallendecke. "Wir haben uns endlich belohnt", sagte Hager.

Rechtsaußen Eder erzielte im Schlussdrittel zunächst das 2:1, ehe Filip Varejcka in der 59. Minute das Spiel endgültig mit seinem Treffer ins leere Ingolstädter Tor entschied. Die Gäste hatten da schon Torwart Jonas Stettmer vom Eis genommen, um eine Verlängerung zu erzwingen. Ein sechstes Finalspiel in Ingolstadt gibt es nicht mehr.

"Unglaublich! Wunderschön! Es fühlt sich noch gar nicht real an. Wir feiern jetzt einfach nur. Das letzte Finale ist meist das schwierigste", sagte Fredrik Tiffels bei MagentaSport. 74 Spiele waren es bis zur Krönung der Saison. 2:1, 7:1, 3:4, 3:0 und 3:1 lauteten aus Münchner Sicht die Resultate in der tollen Finalserie zwischen den beiden Clubs aus Oberbayern.

Hartes und intensives Spiel

Für die Münchner war es die erste Meisterschaft nach den Titeln 2016, 2017 und 2018 und danach zwei verlorenen Finalserien. Und für den 66 Jahre alten US-Amerikaner Jackson, einst Meistermacher bei den Eisbären Berlin, war es schon der neunte DEL-Titelgewinn. Der Rekordcoach wischte sich mit einer "Deutscher-Meister"-Siegerkappe auf dem Kopf über die feuchten Augen.

Nach der Siegerehrung gönnte er sich einen Schluck Bier, ehe er mit dem Pokal vor die Anhänger trat. Die Spieler nahmen ihn auf die Schultern, "Don-Jackson"-Rufe hallten durch das Eisstadion. Die Zukunft des Erfolgs-Coaches ist offen. "Jeder Titel ist emotional und unglaublich. Es ist immer ein harter Job", sagte Jackson unten auf der Eisfläche im Jubel um ihn herum. Über seine Zukunft zu sprechen, sei aber jetzt nicht der Zeitpunkt, sagte er.

Vor den 5728 Zuschauern ging es von Anfang an hart und intensiv zur Sache auf dem Eis. Die Ingolstädter wollten mit vollem Körpereinsatz ein sechstes Finale erzwingen. Und der EHC unbedingt vor seinen Fans jubeln, nachdem in der Finalserie 2022 die Eisbären Berlin in München den Titelgewinn perfekt machen konnten. "Wenn in dieser Halle noch mal gefeiert wird, dann sind wir das", sagte EHC-Sportdirektor Christian Winkler vor dem ersten Bully.

Die Ingolstädter begannen nicht abwartend, sondern aggressiv. Ty Ronning traf nach einem Zuspiel, das vom Münchner Torgestänge glücklich vor seinem Schläger landete. Der für seine Leistung beim Münchner Sieg im vierten Finalspiel noch so hochgelobte Nationaltorwart Mathias Niederberger sah da unglücklich aus. Niederberger gelang übrigens nach seinem Wechsel aus Berlin nach München im vergangenen Sommer der Meister-Hattrick. "Wir sind einfach nur glücklich, dass wir gewonnen haben. Es ist überwältigend, dreimal hintereinander Meister zu werden. Es kostet wahnsinnig viel Kraft", sagte der 30 Jahre alte Nationalkeeper.

Ingolstadt wehrt sich - München schlägt spät zu

Münchens Maximilian Kastner weckte sein Team nach dem Rückstand auf: Nach einem harten Check gegen Wojciech Stachowiak musste Kastner auf die Strafbank. Als der Angreifer zurückkam, erzielte er prompt das 1:1 (13.). "Es geht körperlich gut zur Sache, macht aber trotzdem Spaß", kommentierte Kastner in der zweiten Drittelpause. Der 30-Jährige wurde später als MVP, also bester Spieler der Finalserie, ausgezeichnet.

Ingolstadts dritter Torwart, der junge Jonas Stettmer, bewahrte sein Team im Mittelabschnitt mit einigen Paraden vor einem Rückstand, gerade auch in den Unterzahlsituationen. Im Schlussdrittel lief es immer mehr auf die eine entscheidende Aktion zu. Und die kam in einer Überzahlsituation: Rechtsaußen Eder traf nach 51 Minuten und 53 Sekunden ins kurze Eck. Der 26-Jährige krönte sich damit zum Final-Matchwinner. Es war die Entscheidung auch im spannenden Coaching-Duell zwischen Jackson und seinem Ingolstädter Herausforderer Mark French (51).

Dessen Mannschaft agierte auch im letzten Finalspiel auf Augenhöhe, aber zum zweiten Titelgewinn nach 2014 reichte es nicht. "Es ist hart zu akzeptieren", sagte French. "Wir waren nah dran. Eines kann ich versprechen, wir versuchen es nächstes Jahr wieder", sagte Stürmer Daniel Pietta. Er gratulierte fair dem Meister: "München hat eine überragende Saison gespielt."

44. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
Kölner Haie
Kölner Haie
Kölner Haie
1
0
1
0
Löwen Frankfurt
Löwen Frankfurt
Frankfurt
4
0
0
4
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Augsburger Panther
Augsburger Panther
Augsburg
2
0
1
1
Eisbären Berlin
Eisbären Berlin
Berlin
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Fischtown Pinguins
Fischtown Pinguins
Bremerhaven
2
0
1
1
0
Grizzlys Wolfsburg
Grizzlys Wolfsburg
Wolfsburg
3
0
1
1
1
19:30
Di, 27.01.
n.V.
Beendet
ERC Ingolstadt
ERC Ingolstadt
Ingolstadt
4
0
3
1
Dresdner Eislöwen
Dresdner Eislöwen
Dresden
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Iserlohn Roosters
Iserlohn Roosters
Iserlohn
1
0
1
0
Adler Mannheim
Adler Mannheim
Mannheim
2
1
0
1
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Straubing Tigers
Straubing Tigers
Straubing
3
1
1
1
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg
1
0
0
1
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Schwenninger Wild Wings
Schwenninger Wild Wings
Schwenni.
3
0
2
1
EHC München
EHC München
München
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
#MannschaftMannschaftSp.SOTPENOTPEToreDiff.Pkt.
1Kölner HaieKölner HaieKölner Haie443103811168:11256101
2Adler MannheimAdler MannheimMannheim4426131121156:1045289
3ERC IngolstadtERC IngolstadtIngolstadt4425321400176:1225485
4EHC MünchenEHC MünchenMünchen4425211312149:1113884
5Straubing TigersStraubing TigersStraubing4426111510153:1233083
6Fischtown PinguinsFischtown PinguinsBremerhaven4420311811137:136170
7Eisbären BerlinEisbären BerlinBerlin4417421722143:140367
8Grizzlys WolfsburgGrizzlys WolfsburgWolfsburg4418201833132:123964
9Nürnberg Ice TigersNürnberg Ice TigersNürnberg4417202113138:147-959
10Schwenninger Wild WingsSchwenninger Wild WingsSchwenni.4416032230122:135-1357
11Augsburger PantherAugsburger PantherAugsburg4412321953124:154-3054
12Iserlohn RoostersIserlohn RoostersIserlohn4411322512106:140-3446
13Löwen FrankfurtLöwen FrankfurtFrankfurt4411202623106:169-6342
14Dresdner EislöwenDresdner EislöwenDresden44511334086:180-9423
  • Playoffs
  • Pre-Playoffs
  • Abstieg
Ergebnisse & Tabelle

Newsticker

Alle News anzeigen

Torjäger 2025/2026

#NamePenaltyTore
1Eisbären BerlinLiam Kirk030
2ERC IngolstadtRiley Barber026
Kölner HaiePatrick Russell026
4Nürnberg Ice TigersSamuel Dove-McFalls022
5Straubing TigersNick Halloran020