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Debatte um BVB-Kapitän hält an

Reus zwischen Titeltraum und Führungsschwäche

Marco Reus und der BVB träumen von der Meisterschaft
Marco Reus und der BVB träumen von der Meisterschaft
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank
17. April 2023, 12:40

Die leidige Mentalitätsdebatte bei Borussia Dortmund ist zurück. Vermeintliche Führungsspieler wie Kapitän Marco Reus werden ihrem Anspruch einmal mehr nicht gerecht.

Den Traum von einer schwarz-gelben Meisterparade rund um den Borsigplatz hegt Marco Reus seit elf Jahren. Doch nach dem aberwitzig verschenkten Sieg beim VfB Stuttgart muss sich der Kapitän von Borussia Dortmund erst einmal wieder mit den leidigen Themen Mentalität, Führungsschwäche und Widerstandskraft beschäftigen - und gerät dabei selbst massiv in die Kritik.

"Reus wird auch nicht besser, die Verletzungen werden weiterhin bleiben, und er wird natürlich älter. Wenn man Marco Reus nicht mehr hundertprozentig vertraut, dann sollte man eine vernünftige Lösung finden, die für beide Seiten gut ist", sagte Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bei "Sky90" und ergänzte: "Reus ist ja jetzt schon nicht mehr unantastbarer Stammspieler als Kapitän."

Der Vertrag von Reus läuft am Saisonende aus. Obwohl mehrere Medien bereits über einen neu ausgehandelten Einjahreskontrakt berichteten, blieb die Vollzugsmeldung bisher aus. Reus soll in seinem neuen Arbeitspapier als Festgehalt nur noch sieben statt wie bisher rund zwölf Millionen Euro kassieren.

Nach dem irren 3:3 in der Bundesliga beim Abstiegskandidaten Stuttgart wurden beim BVB ganz andere Dinge diskutiert, dabei ging es aber auch um Reus. Bei einer 2:0-Führung in der 63. Minute eingewechselt, vermochte es auch der 33-Jährige nicht, das in der Schlussphase hereinbrechende Unheil aufzuhalten. Vor dem späten Ausgleich trabte der Routinier als ein Teil einer langen Fehlerkette durchs Mittelfeld.

Es gebe Gründe, warum man es in den vergangenen zehn Jahren nicht geschafft habe, ganz oben zu stehen, sagte der erschütterte Trainer Edin Terzic im Anschluss. Auch wenn Terzic nicht deutlicher wurde, war klar, dass er die fehlende Willenskraft und die ausbleibende Siegermentalität meinte. Beim BVB lauert immer wieder die große Selbstzufriedenheit hinter jeder Ecke.

Reus geht bei Schlüsselspielen des BVB unter

In engen Spielen tauchen zu viele Profis ab und sind mit sich selbst beschäftigt. Kaum einer reißt die Teamkollegen mit, krempelt sinnbildlich die Ärmel hoch. Auch Reus ging bei den Niederlagen in den Schlüsselspielen in der Liga in München und im Pokal in Leipzig völlig unter.

"Ich würde meine Karriere gerne hier beenden", sagte er zuletzt. Eine Trennung wäre hingegen ein klares Signal für eine neue Hierarchie und Leistungskultur. "Sie haben tolle Spieler in der Offensive, die ganz sicher Reus auch ersetzen können", sagte Matthäus und nannte Julian Brandt sowie Karim Adeyemi.

Titeltraum des BVB lebt dennoch

Doch trotz aller Kritik lebt der Titeltraum. Der Rückstand auf den schwächelnden Serienmeister Bayern München beträgt sechs Spieltage vor Saisonende nur zwei Punkte. Das liegt allerdings weniger an den Dortmundern, die in der vergangenen Saison nach 28 Spielen ebenfalls 57 Zähler auf dem Konto hatten. Vor zwölf Monaten waren es beim FC Bayern aber 66.

Die bisher größte Chance vergaben Reus und Co. mit Coach Lucien Favre in der Saison 2018/19, als ein zwischenzeitlicher Neun-Punkte-Vorsprung auf die Bayern nicht reichte. Wenige Monate später schimpfte Reus nach einem Unentschieden in Frankfurt: "Das geht mir so auf die Eier. Ihr mit eurer Mentalitätsscheiße."

Die Debatte hält an.

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