Spätestens seit dem enttäuschenden 1:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim am vergangenen Spieltag der Fußball-Bundesliga muss man sich beim FC Bayern die Frage gefallen lassen, ob der überraschende Trainerwechsel von Julian Nagelsmann zu Thomas Tuchel eine glückliche Entscheidung war. Ein Grund für die zuletzt ausbleibenden Top-Leistungen hat seinen Ursprung aber wohl schon im Sommer 2022.
Nachdem der FC Bayern mit Robert Lewandowski einen Stürmer von Weltklasseformat vor der laufenden Saison zähneknirschend zum FC Barcelona ziehen ließ, entschied man sich an der Säbener Straße dazu, auf die Verpflichtung eines gleichwertigen Ersatzes zu verzichten und mit Youngster Mathys Tel und Routinier Eric Maxim Choupo-Moting in die Saison zu gehen. Ein Vorgehen, das die "Bild" in der Rückschau nun als "fatalen Fehler" bezeichnet.
Das Problem: Der 34-Jährige, der seine Klasse im Saisonverlauf mit 17 Toren und vier Vorlagen in 28 Pflichtspielen durchaus unter Beweis gestellt hat, verpasste 2022/23 verletzungsbedingt bereits neun Partien.
Im Kader der Münchner tummeln sich mit den deutschen Nationalspielern Serge Gnabry und Thomas Müller oder Neuzugang Sadio Mané zwar durchaus routinierte Stars, die sich in der Sturmmitte nicht unwohl fühlen, den Ausfall eines echten Neuners konnten die Genannten allerdings zu selten kompensieren.
Abwehrspieler des FC Bayern glänzen als Goalgetter
Bezeichnend: Die letzten drei Treffer der Münchner erzielten mit Dayot Upamecano, Matthijs de Ligt und Benjamin Pavard allesamt Abwehrspieler.
Sicher auch ein Grund dafür, dass sich inzwischen immer mehr abzeichnet, dass die Führung des FC Bayern um Sportchef Hasan Salihamidzic im Sommer 2023 in der Abteilung Attacke nachlegen wird. Zuletzt galten vor allem Harry Kane von Tottenham Hotspur und Victor Osimhen vom SSC Neapel als heiße Anwärter auf einen Transfer, für beide müsste der deutsche Rekordmeister allerdings wohl an die finanzielle Schmerzgrenze - und eventuell darüber hinaus - gehen.





























