Der FC Bayern kommt einfach nicht zur Ruhe. Für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus tragen die Bosse der Münchner die Hauptverantwortung für die sportliche Talfahrt.
"Es sind ja nicht nur auf dem Platz die Ergebnisse und Leistungen nicht da. Wenn du im Umfeld Unruhe hast, überträgt sie sich automatisch auf den Platz. Deswegen ist das nicht verwunderlich, weil so viel Unruhe im Verein herrscht", sagte Matthäus nach dem 1:1 am "Sky"-Mikrofon.
Dabei attackierte der frühere Bayern-Profi die Führungsetage des deutschen Rekordmeisters: "Mané, Sané, der Torwarttrainer wurde entlassen, der Maulwurf einmal bei Nagelsmann, jetzt von Manchester. Das sind ja Themen, die auch ein Punkt sind. Die Verantwortlichen müssten auch mal kommunizieren."
Laut Matthäus hätten Vorstandsboss Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic im Fall Sadio Mané nicht nur durchgreifen, sondern auch die Strafe für den Senegalesen offen darlegen müssen.
Nachdem Mané seinen Teamkollegen Leroy Sané nach der 0:3-Klatsche bei Manchester City in der Kabine geschlagen hatte, verkündete der FC Bayern, dass der Neuzugang für das Spiel gegen Hoffenheim aus dem Kader gestrichen wird und eine Geldstrafe bezahlen muss. Wie hoch diese ausfällt, verriet man nicht.
"Sag es doch, dann kommt ein Punkt hinter das Thema"
"Mané ist bestraft worden. Mit was? Keine Zahl wurde genannt, es wird weiter diskutiert, hinterfragt, die Journalisten werden immer weiterhin die Leute beim FC Bayern fragen: 'Was muss Mané für seinen Schlag bezahlen?'", kritisierte Matthäus.
Der TV-Experte holte weiter aus: "Sag es doch, dann kommt ein Punkt hinter das Thema und dann ist es vergessen. Es ist passiert, es sollte nicht passieren, aber es muss bestraft werden. Warum sagt man es nicht?"
Laut "Bild" liegt Manés Strafe im mittleren sechsstelligen Bereich.
Psyche der Stars des FC Bayern belastet?
Auch die Kommunikation über die Konsequenzen für Manuel Neuer, der sich beim Skitourengehen den Unterschenkel gebrochen hatte, gefällt Matthäus ganz und gar nicht.
"Ist er bestraft worden oder nicht? Das belastet auch die Mannschaft, die Psyche", stellte der 62-Jährige klar und ergänzte: "Das sind alles so Kleinigkeiten, die so zusammenkommen und deshalb ist es eine unruhige Zeit an der Isar."
Bezüglich einer Strafe für Neuer wich Kahn zuletzt aus. "Wir sind im Austausch und sprechen miteinander. Wir werden sehen. Möglich ist vieles und gar nichts", sagte er Anfang April bei "Sky90".




























