Die Schweizer Skirennfahrerin Aline Danioth hat erneut eine schwere Verletzung erlitten, die eine lange Zwangspause bedeutet. Ihr Cheftrainer Beat Tschuor leidet mit der 24-Jährigen.
Aline Danioth hat sich am vergangenen Sonntag beim Europacup-Riesenslalom im schwedischen Gällivare das Kreuzband gerissen - zum bereits vierten (!) Mal in ihrer Karriere. Es war zugleich die sechste schwere Knieverletzung. Am Dienstag hatte die Schweizerin die schlimme Diagnose bekanntgegeben. "Es fühlt sich wie ein Albtraum an", schrieb die Mannschafts-Weltmeisterin von 2019.
Frauen-Cheftrainer Beat Tschuor zeigte bei "SFR" sein Mitgefühl: "Wir waren alle schockiert. Ich habe gedacht: Das gibt es doch nicht!"
Tschuor erklärte, wie es zu dem Rennunfall kam: "Sie verlor kurz den Außenski. Nachher kam es zu einer Reaktion. Der Ski griff wieder und dann folgte eine Rotation aufs Knie und schon war's passiert." Es sei "frustrierend zu sehen", wie schnell eine solch schwere Verletzung passieren kann. "Das Gelenk, das schwächste Glied, nimmt es dann halt", so der Ski-Trainer.
Ski-Trainer Tschuor: "Alles andere muss sie entscheiden"
Im Schweizer Verband sichert man Aline Danioth nun "die volle Unterstützung" zu, "falls sie das möchte. Wir stehen zu 100 Prozent hinter ihr".
Die dreifache Junioren-Weltmeisterin sei "eine wertvolle Person innerhalb des Teams. Sie hatte einen harten Weg zurück nach ihren Kreuzbandrissen und ist eine der fittesten Athletinnen in unserer Gruppe", so der 54-Jährige.
Wie die Skirennfahrerin selbst über ihre Zukunft denkt, stehe auf einem anderen Blatt, so Tschuor: "Alles andere muss sie entscheiden." Danioth hatte auf Instagram voller Enttäuschung geschrieben: "Ich habe mein Knie schon wieder zerstört. Es fällt mir wirklich schwer, das zu akzeptieren. Mein Fokus liegt nun auf meiner Gesundheit, sowohl physisch als auch mental. In mir ist gerade eine große Dunkelheit, aber ich hoffe, dass ich früher oder später wieder Licht finden kann."

