Im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart setzte es für den 1. FC Köln beim 0:3 die erste Bundesliga-Niederlage im Kalenderjahr 2023. Die sportliche Leistung der eigenen Elf war aber nicht das einzige, was Cheftrainer Steffen Baumgart am Samstag verärgerte.
Schon im Vorfeld des brisanten Duells zwischen den beiden Traditionsvereinen hatte es am Samstagnachmittag gleich in mehrfacher Hinsicht Stress zwischen der Polizei beziehungsweise Ordnungskräften und Anhängern des 1. FC Köln gegeben.
Zum einen wurden vier Busse mit rund 200 Effzeh-Ultras bei der Anreise für eine Polizeikontrolle herausgewinkt. Nachdem bei den Kontrollen schnell klar wurde, dass sich die Prozedur bis nach dem Anpfiff hinausgezögert hätte, fuhren die Kölner Fans allesamt wieder zurück in Richtung Domstadt.
Ein Umstand, der nach dem Spiel auch bei Steffen Baumgart Gehör fand und Unverständnis auslöste: "Es hat mich geärgert, dass einige Jungs von uns in eine Polizeikontrolle gekommen sind. Das war eine bewusste Aktion. Die Kontrollen, die durchgeführt wurden, stundenlang. Da sind einige Jungs auch einfach nach Hause gefahren", bestätigte der Kölner Coach gegenüber "Bild".
Baumgart wundert sich über "Schminkverbot"
Hintergrund der polizeilichen Maßnahme war es, dass die Kölner Ultras im letzten Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart im Mai 2022 über 100 Mal Pyrotechnik gezündet und damit für eine XXL-Geldstrafe von über 115.000 Euro gesorgt hatten.
Zum anderen regte sich Steffen Baumgart am Samstag über die strengen Einlasskontrollen am Stadioneingang auf. Vielen Gäste-Fans wurde der Zutritt verwehrt, da sie am Karnevalswochenende geschminkt erschienen waren.
"Ich bin mir relativ sicher, dass es ein Vermummungsverbot gibt, ein Schminkverbot wäre mir neu", meinte der Kölner Trainer dazu etwas süffisant.
Weder die kontrollierten Ultras noch die geschminkten Effzeh-Anhänger kamen zum Anstoß in den Gäste-Block, konnten ihr Team bei der 0:3-Klatsche gegen den VfB somit nicht unterstützen.


























