Pflichtaufgabe erfüllt und vor heimischer Kulisse mit 3:0 gegen den VfL Bochum gewonnen: Eigentlich hätte es trotz mäßiger Leistung ein entspannter Samstagnachmittag aus Sicht des FC Bayern sein können. Wäre da nicht mit Leroy Sané schon wieder der vermeintliche nächste Brandherd entstanden.
Zunächst sah es noch nach einer ordentlichen Performance des Münchner Starspielers aus, hatte er im ersten Durchgang doch gleich zweimal selbst den Führungstreffer auf dem Fuß.
Mit zunehmender Spieldauer wirkte Sané aber mehr und mehr genervt - von seinen ständig anlaufenden Gegenspielern, den eigenen Nebenleuten und wohl auch von sich selbst. Immer wieder blieb der 27-Jährige in der zweiten Halbzeit lustlos stehen, blickte nach misslungenen Bayern-Aktionen zu Boden und wirkte insgesamt lethargisch.
Knapp eine Viertelstunde vor Spielende hatte Bayerns Cheftrainer Julian Nagelsmann dann genug gesehen und wechselte seine unmotivierte Nummer 10 vorzeitig aus - für ihn kam Arijon Ibrahimovic herein, der sein Bundesliga-Debüt feierte.
Nach der Auswechslung schlenderte Sané demonstrativ teilnahmslos vom Feld, ging auf direktem Wege an der Bank des FC Bayern vorbei in die Katakomben und war nicht mehr gesehen. Weder mit seinem Cheftrainer noch mit seinen Spielerkollegen gab es ein Abklatschen oder Ähnliches.
Wie es am Sonntag in einem "Bild"-Bericht hieß, soll vor allem der Abgang von Lustlos-Leroy "für Kopfschütteln" bei den Bayern-Bossen um Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic gesorgt haben.
Sané-Formtief ausgerechnet vor dem PSG-Duell?
Sowohl der Vorstandsvorsitzende Kahn als auch der Sportvorstand Salihamidzic hatten sich nach ähnlichen Auftritten Sanés in der Vergangenheit jeweils schützend vor den Nationalspieler gestellt und um Geduld und Verständnis für das Fußball-Genie geworben. Zumal der gebürtige Essener mit zwölf Saisontoren in 25 Pflichtspiel-Einsätzen insgesamt eine starke Saison 2022/2023 spielt.
Droht dem FC Bayern nun ausgerechnet vor dem bis dato wichtigsten Saisonspiel am kommenden Dienstag bei Paris Saint-Germain schon wieder ein neuer Konflikt?
Zumindest bis zum Champions-League-Gipfel bei PSG werden die Klubverantwortlichen noch den Burgfrieden wahren. Sicher scheint aber dennoch: Weitere solcher Lustlos-Auftritte sollte sich Bayern-Star Sané vorerst nicht mehr erlauben.




























