Nach einer über weite Strecken unaufgeregten Performance hat sich der FC Bayern mit einem glatten 3:0-Heimsieg über den VfL Bochum drei wichtige Zähler im Kampf um die elfte Deutsche Meisterschaft in Serie gesichert. Für die atmosphärischen Höhepunkte der Partie wurde am Samstagnachmittag nicht unbedingt auf dem Rasen, sondern vielmehr auf den Tribünen gesorgt.
Anhänger des FC Bayern und des VfL Bochum feierten sich vor allen Dingen gegenseitig und selbst für das Bestehen einer nunmehr 50-jährigen Fan-Freundschaft.
Schon vor dem Anpfiff wurde dieses Jubiläum in der Allianz Arena gewürdigt, als kurz vor 15:30 Uhr Herbert Grönemeyers VfL-Hymne "Bochum" gespielt wurde. Während der Partie sorgten die Fan-Lager beider Klubs dann mit Wechselgesängen und gemeinsamen Choreografien für emotionale Momente im Stadion.
Auch bei den Aktiven auf dem Grün kamen die Aktivitäten auf den Zuschauerrängen positiv an. Vor allem bei einem, der mit beiden Vereinen eine ganz besondere Beziehung hat: Mittelfeldstar Leon Goretzka.
Goretzka schaut weiterhin Spiele des VfL Bochum
Der Nationalspieler ist als gebürtiger Bochumer ein Kind des Ruhrgebiets, schaffte beim VfL Bochum in der 2. Bundesliga einst den Sprung zum Profi-Fußballer. Nach seiner fünfjährigen Zeit beim FC Schalke 04 wechselte er 2018 zum deutschen Rekordmeister, wo er seitdem jede Menge Titel gewonnen hat.
"Es sind besondere Spiele für mich, keine Frage", meinte Goretzka nach dem 3:0-Sieg seiner Bayern. Via Instagram postete er außerdem Bilder von den Choreos der Fankurven.
Vor allem im Bochumer Lager kamen die Bilder in den sozialen Netzwerken bestens an. Zehntausendfach wurde der Goretzka-Post bereits geliket, geteilt und kommentiert, ein großer Teil davon mit Grußbotschaften aus seiner alten Heimat.
Goretzka gab nach dem Sieg gegen seinen Heimatverein VfL Bochum an, weiterhin mit großem Interesse die Darbietungen der Blau-Weißen zu verfolgen: "Die Spiele, die ich im Fernsehen von Bochum sehe, sind noch emotionaler. In dem Spiel hatte ich meinen Job zu erledigen. Unter der Woche im Pokal habe ich extrem mitgefiebert, es war ein tolles Fußball-Erlebnis an der Castroper Straße. Schade, dass es am Ende nicht gereicht hat."

























