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Biathlon-Youngster wird degradiert: "Habe Federn gelassen"

Nicht beim Weltcup in Antholz dabei: Biathlet Emilien Claude
Nicht beim Weltcup in Antholz dabei: Biathlet Emilien Claude
Foto: © IMAGO/Harald Deubert
18. Januar 2023, 07:15
sport.de
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Für fünffache Junioren-Weltmeister im Biathlon Emilien Claude hat sein Debüt im Weltcup vor rund zwei Jahren gegeben. Wirklich angekommen in der Weltspitze ist der 23 Jahre alte Franzose aber noch nicht. Nach den Rennen in Ruhpolding wurde er nun zurück in den zweitklassigen IBU-Cup zurückversetzt, in Antholz wird er nicht starten.

Für den französischen Biathleten Emilien Claude hat das Wintersport-Jahr 2023 nicht gut begonnen. Beim Weltcup in Pokljuka verpatzte der jüngere Bruder von Fabien Claude mit fünf Schießfehlern den Sprint und verpasste somit die Verfolgung. Anschließend stand er in Ruhpoldiung unter Druck, um seinen Platz im französischen Team nicht zu verlieren.

"Der Deal war klar: Der Beste bleibt im Weltcup und die anderen gehen zum IBU-Cup, um sich dort erneut für den Wettkampf zu empfehlen", sagte Claude im Gespräch mit "Nordic Mag". Im Einzel von Ruhpolding musste er also besser abschneiden als seine Landsleute Eric Perrot und Oscar Lombardot. 

"Trotz einer Form, die in diesem Januar überhaupt nicht stimmt, mache ich ein gutes Einzel", so Claude über seinen 25. Platz: "Ich habe bei diesem Einzelrennen alles gegeben, um mich für das nächste Rennen zu qualifizieren und in Antholz dabei zu sein, aber ich musste nach Slowenien fahren." Da Perrot nämlich mit Rang 21 noch etwas besser war, ging es für den 23-Jährigen also zurück nach Pokljuka, wo der IBU-Cup Halt machte. 

Biathlet Claude nach Krankheit: Habe "Federn gelassen"

Doch auch in Slowenien lief es nicht nach Plan: Die Anstrengungen aus dem Ruhpolding-Rennen hallten am vergangenen Wochenende zu sehr nach. "Nach dem Stehendschießen gab ich auf, weil ich das Gefühl hatte, dass es mir mehr schadete als nützte."

Beim zweiten Sprint hatte Claude dann eigentlich im Vorhinein schon absagen wollen, "aber dann habe ich mir alles gut überlegt und wollte es durchziehen. Solange ich in Slowenien war, wollte ich laufen und versuchen, ein Gefühl für die Technik beim Schießen und Skifahren zu bekommen". Am Ende landete er beim Sieg des Norwegers Vebjörn Sörum auf Rang 21.

Seine schwache Form begründet Emilien Claude mit einer "langwierigen Krankheit", die ihn Ende 2022 heimsuchte. "Mein Körper hat sich davon nicht ausreichend erholen können, zumal ich trotz allem weiter trainiert habe. Ich habe zwangsläufig Federn gelassen."

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