Seitdem Mats Hummels vor zwei Wochen nach der Niederlage bei Union Berlin (0:2) in einem Interview verbal auf den Tisch schlug, läuft es bei Borussia Dortmund wieder. Doch wie viel Anteil hatten die deutlichen Worte des BVB-Innenverteidigers wirklich?
Die Aussagen, die Mats Hummels Mitte Oktober tätigte, hatten es in sich. "Manchmal ist der einfache 20-Meter-Rückpass die beste Lösung, auch wenn das danach nicht auf Social Media kommt", sagte der BVB-Verteidiger nach der Niederlage beim damaligen Bundesliga-Spitzenreiter 1. FC Union Berlin in Richtung Dortmund-Youngster Karim Adeyemi, der das zweite Gegentor mit einem missglückten Hackentrick eingeleitet hatte.
Zwei Wochen und zahlreiche Diskussionen um Hummels Worte später steht ein souveränes Weiterkommen im DFB-Pokal (2:0 gegen Hannover), ein Kantersieg gegen den VfB Stuttgart (5:0), ein beachtenswertes Remis in der Champions League gegen Manchester City (0:0) sowie der jüngste 2:1-Auswärtssieg gegen Eintracht Frankfurt auf der Habenseite.
Schon vor der Partie gegen die SGE wurde BVB-Coach Edin Terzic bei "Sky" gefragt, ob Hummels mit seiner Kritik etwas angestoßen habe. "Das weiß ich nicht", antwortete Terzic, der laut Medienberichten mit Hummels darüber geredet haben soll, dass dieser lieber intern kritisieren soll.
"Ich weiß nur, dass Mats Hummels gute Leistungen gezeigt hat, und das ist das Wichtigste. Und nicht nur Mats, sondern die ganze Mannschaft hat gut auf die Kritik reagiert, die es intern und extern gab", so Terzic weiter.
Hummels: Diese Kritik gab es beim BVB zuvor schon mehrfach intern
Hummels selbst glaubt schon, dass sein Wutausbruch die Veränderungen bei seinen Kollegen zumindest beschleunigt hat. "Ich würde sagen, dass da etwas weitergeführt wurde", erklärte er bei "Sky" und fügte an: "Ich würde auf keinen Fall sagen, dass meine Worte eine 180-Grad-Kehrtwende herbeigeführt haben. Das habe ich auch nicht erwartet."
Anders als Terzic glaubt Hummels jedoch schon, dass der öffentliche Kritik-Weg in diesem Fall der richtige war. "Was immer gesagt wird, ist, dass es intern gemacht werden soll", sagte Hummels, garniert mit einem "aber": "Man kann sich sicher sein, dass das mehr als einmal passiert ist, auch vorher schon."
Deshalb sei es "manchmal nicht verkehrt", wenn man solche Themen auch mal öffentlich anspreche. "Dann wird es zum Thema und es wird mehr Fokus daraufgelegt. Ich habe das schon ein paar Mal bewusst gemacht, manchmal ist das der letzte Ausweg, weil man denkt, es hilft dann vielleicht", verriet der 33-Jährige.
Gegen Eintracht Frankfurt gewann der BVB zuletzt ein enges Spiel. Warum das am Ende so war, konnte Hummels jedoch auch nicht mit voller Gewissheit sagen: "Wir haben zwei Varianten: Die erste ist, dass wir uns darauf eingelassen haben und kämpfen. Die zweite ist, dass Frankfurt die Chancen nicht genutzt hat, die wir serviert haben, und wir einen fantastischen Torwart hatten."




























