Mats Hummels war beim wichtigen 0:0 von Borussia Dortmund gegen Manchester City der wohl beste Mann auf dem Rasen. Der ehemalige Teamkollege und jetzige ManCity-Superstar Erling Haaland wurde vom BVB-Routinier komplett abgemeldet, von Pep Guardiola zur Halbzeit sogar ausgewechselt. Hummels sprach nach dem Remis gegen Manchester über seine eigene Leistung und sparte nicht mit Lob für die Nebenleute.
Dass Tormaschine Haaland, der zuvor fünf Treffer in drei Champions-League-Spielen für Manchester City beigesteuert hatte, gegen den BVB keinerlei nennenswerte Offensivaktionen hatte, war in erster Linie ein Verdienst von Mats Hummels.
Der Dortmunder Kapitän gewann praktisch jeden Zweikampf gegen den Norweger, schränkte Haaland in seinem Aktionsradius extrem ein. Nach nur 13 Ballkontakten und 45 Minuten Einsatzzeit wurde er in der Halbzeit ausgewechselt und durch Bernardo Silva ersetzt, der gegen Hummels aber ebenfalls nicht viel Land sah.
"Gegen Erling ist es unheimlich schwer. Man muss durchgehend bereit sein, weil er immer auf diesen einen Ball lauert, weil eine unglaubliche Dynamik hat. Jeder von City kann diese Bälle spielen", meinte der 33-Jährige nach dem 0:0 seiner Borussia am Mikrofon von "Amazon Prime".
Mit dem richtigen Timing und viel Erfahrung sei es dem Innenverteidiger gelungen, Haaland komplett abzumelden: "Ich muss logischerweise noch einmal einen Schritt früher loslaufen als andere gegen ihn. Deshalb kostet das sehr viel Energie und Konzentration gegen ihn."
BVB-Star Hummels: "Versuche voranzugehen"
Neben seiner eigenen Performance stimmte den BVB-Routinier, der erneut Marco Reus als Mannschaftskapitän vertrat, vor allem auch die kämpferische Leistung seiner Nebenmänner zufrieden.
"In der ersten Halbzeit haben wir es fantastisch gemacht. Wir müssen da führen, vielleicht nicht nur mit einem Tor. In der zweiten Halbzeit haben wir gelitten. Das muss man auch zugeben. Wir hatten weniger Zugriff. Trotzdem haben wir uns voll reingehauen", meinte Hummels, der einen BVB-Akteur ganz besonders lobte: "Insbesondere möchte ich da noch einmal Karim Adeyemi hervorheben, der wirklich 70 Minuten geackert hat wie ein Stier auf der rechten Seite."
Nach der letzten Königsklassen-Partie gegen den FC Sevilla (1:1) hatte Hummels den Auftritt der eigenen Mannschaft öffentlich kritisiert und die bisweilen zu lässige Spielweise einiger Mitspieler angeprangert. Dafür erntete der Weltmeister von 2014 Verständnis, aber auch Unmut aus den eigenen Reihen.
"Wenn ich wie vor zwei Wochen kritisiere, muss man auch von mir erwarten, dass ich sowohl leistungstechnisch als auch von meiner Art vorangehe. Das versuche ich. Wir hatten heute viele Jungs auf dem Platz, die sich reingehauen haben. Nur so kann man gegen so eine Mannschaft bestehen", meinte Hummels zur der Thematik.
Durch das torlose Remis gegen die Cityzens qualifizierte sich der BVB vorzeitig für die K.o.-Phase der Champions League.


























