Der Biathlon-Sport verliert ein weiteres prominentes Gesicht - zumindest vorübergehend. Wie die Polin Monika Hojnisz-Starega mitteilte, wird sie in der Weltcup-Saison 2022/23 nicht an den Start gehen. Gleichbedeutend mit ihrem Karriereende ist ihr Rückzug aber nicht.
Das polnische Biathlon-Team muss in der Weltcup-Saison 2022/23 ohne seine beste Athletin auskommen. Monika Hojnisz-Starega kündigte am Wochenende ein freiwilliges Sabbatjahr an und will erst zur Saison 2023/24 in die Loipe zurückkehren.
Nach vielen Jahren des ununterbrochenen Trainings habe sie entschieden, eine Pause einzulegen, erklärte die 31-Jährige: "Ich möchte mich physisch und psychisch erholen und für diese Auszeit gibt es keinen besseren Zeitpunkt als ein Jahr nach den Olympischen Spielen."
Gleichbedeutend mit einem endgültigen Rücktritt sei ihre Pause aber nicht, versicherte die Polin. Ihre Auszeit "heißt absolut nicht, dass ich den Biathlon-Sport für immer verlassen werde. Ich will immer noch bei den Olympischen Spielen 2026 starten", sagte Hojnisz-Starega.
So überraschend die Entscheidung der 31-Jährige auch scheinen mag, so sehr hatte sie sich in den letzten Monaten angedeutet. Die WM-Bronzemedaillen-Gewinnerin von 2013 teilte schon im April mit, dass sie die Saisonvorbereitung nicht mit dem Team absolvieren und stattdessen alleine trainieren wolle.
Im Juni ließ sie dann ihren Start bei den nationalen Sommer-Meisterschaften aus. Und auch bei den Rollerski-Meisterschaften an diesem Wochenende fehlte ihr Name in den Startlisten.
Hojnisz-Starega beste polnische Biathletin
Die Auszeit von Monika Hojnisz-Starega ist für die polnischen Biathlon-Frauen ein herber sportlicher Verlust. In den letzten Jahren war die 31-Jährige stets die erfolgreichste Athletin des Teams.
Die ganz großen Erfolge blieben ihr zwar verwehrt, doch mit den Plätzen zehn und zwölf im Gesamtweltcup 2019 und 2020 sorgte sie dafür, dass die polnischen Biathlon-Frauen auf der "Landkarte" blieben. In den vergangenen beiden Jahren landete sie in der Endabrechnung auf den Plätzen 33 und 39 und war damit ebenfalls beste Athletin ihrer Mannschaft.
Bereits vor einigen Wochen hatte unter anderem die französische Olympiasiegerin Justine Braisaz-Bouchet eine Auszeit angekündigt. Die 26-Jährige erwartet Nachwuchs und verabschiedete sich bis zur Saison 2023/24 von der Biathlon-Bühne.


