Diese Bilder gingen um die Welt: Nach dem letzten Karriereauftritt von Roger Federer vergoss Rafael Nadal an der Seite seines langjährigen Rivalen bittere Tränen. Nun hat sich der Spanier zum emotionalen Moment geäußert und gleichzeitig über den Rücktritt der Tennis-Legende gesprochen.
Am vergangenen Freitag verabschiede sich Roger Federer offiziell in die Sportler-Rente. Beim Laver Cup startete der Maestro für das Team Europa an der Seite von Rafael Nadal im Doppel. Die knappe Niederlage (6:4, 6:7, 9:11) gegen die beiden US-Amerikaner Frances Tiafoe und Jack Sock spielte dabei nur eine Nebenrolle.
Nach dem Match flossen dann nicht nur bei Federer die Tränen. Auch Nadal konnte seinen Emotionen nicht mehr verbergen und fing wie sein jahrelanger Widersacher an zu weinen. Szenen, die unzählige positive Reaktionen hervorriefen.
"Nun, ich habe das Foto nicht gesehen. Ich bin kein großer Fan von sozialen Netzwerken, das tut mir leid", blickte Nadal in einer Radio-Sendung des Senders "COPE" auf den Freitagabend zurück und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Ich bin ein sensibler Mensch, und wenn man jemanden, den man schätzt, so sieht, ist es schwer, nicht emotional zu werden, auch wenn es ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist." Auf einem Foto waren Nadal und Federer dabei zu sehen, wie sie "Händchen hielten".
Nadal dachte nicht an eigenen Tennis-Abschied
"Als ich in mein Zimmer kam, war ich wieder aufgeregt. Aber wegen des Erlebten in dieser Nacht war es auch schwer, nicht aufgeregt zu sein", ergänzte der 22-fache Grand-Slam-Champion.
Während Federers Abschiedszeremonie habe Nadal aber nicht an sein künftiges Karriereende denken müssen. Er wisse, dass sein Abschied kommen wird, "aber jetzt denke ich weder daran noch will ich daran denken. Meine Emotionen waren nicht deswegen, sondern wegen der Wertschätzung, die ich für Federer empfinde", stellte der 36-Jährige klar.
Federer informierte Nadal im Vorfeld
Federer hatte seinen Rückzug aus dem Profi-Tennis Mitte September angekündigt. Nadal wusste aber bereits im Vorfeld von der Entscheidung des Schweizers.
"Er sagte es mir zehn Tage vor der Bekanntgabe, aber ich wusste nicht einmal, ob er wegen seines Knies das Doppel spielen konnte", verriet der Mallorquiner: "Wir haben das Gespräch um eine Woche verschoben, und er wusste auch, dass ich aufgrund meiner Situation nicht lange von zu Hause weg sein kann."
Nadal erwartet derzeit mit seiner Frau das erste gemeinsame Kind. Am Ende klappte das letzte gemeinsame Spiel - Tränen-Abschied inklusive.






