RB Leipzig zieht die Reißleine: Nach einem vor allem defensiv erneut desolaten Auftritt in der Champions League hat der sächsische Bundesligist am Mittwochmorgen die Freistellung von Trainer Domenico Tedesco und dessen Assistenten verkündet.
Das Ende des desolaten Auftakts in die Champions League von RB Leipzig war schon symbolisch: Domenico Tedesco gab seinen Spielern nach dem Schlusspfiff die Hand und versammelte sie wie üblich im Mittelkreis.
Natürlich wollte sich der 36-Jährige bei seinen Profis trotz des blamablen 1:4 gegen Schachtar Donezk für den Einsatz bedanken und ihnen einige positive Worte mit auf den Weg geben. Doch die Szene wirkte beinahe wie ein Abschied.
Und tatsächlich: Am Morgen nach dem Debakel stellte RB den früheren Schalke-Trainer sowie seine Assistenten Andreas Hinkel und Max Urwantschky frei. Erst vor 109 Tagen hatte der Klub unter Tedesco den DFB-Pokal gewonnen.
RB Leipzig: Neuer Cheftrainer wird "zeitnah" präsentiert
"Die Entscheidung, Domenico Tedesco freizustellen, ist uns sehr schwergefallen. [...] Uns fehlte jedoch nach dem mäßigen Start in die Bundesligasaison mit fünf Punkten aus fünf Spielen vor allem nach den jüngsten Spielen bei Eintracht Frankfurt und zuhause gegen Schachtar Donezk die Überzeugung, dass in der derzeitigen Konstellation ein sofortiger Turnaround erfolgen kann", erklärte RB-Boss Oliver Mintzlaff.
Man sei "in der Gesamtabwägung zu dem Schluss gekommen, dass wir einen neuen Impuls benötigen", so Mintzlaff.
Über die die Nachfolgeregelung wolle der Klub "zeitnah informieren", hieß es in der Vereinsmitteilung.
Ex-BVB-Coach Marco Rose als Nachfolger gehandelt
Als möglicher neuer Trainer wurde bereits nach dem peinlichen 0:4 am jüngsten Bundesliga-Spieltag bei Eintracht Frankfurt Marco Rose ins Gespräch gebracht.
Der 45-Jährige wohnt nach seinem Aus beim BVB wieder in einem Leipziger Vorort, ist als früherer Salzburg-Coach bestens mit dem RB-Kosmos vertraut und aktuell vertragslos.






























