Borussia Dortmund gelang am Samstag im Heimspiel gegen Werder Bremen das zweifelhafte Kunststück, eine 2:0-Führung in den letzten sechs Spielminuten noch aus der Hand zu geben. Am Tag nach der bitteren 2:3-Pleite war beim BVB Wunden lecken angesagt. Sportdirektor Sebastian Kehl nahm bei der Analyse kein Blatt vor den Mund.
"In den letzten sechs Minuten eine Zwei-Tore-Führung herzuschenken, das ist einfach schwach. Wer solche Gegentore kassiert, nimmt mehr als genug Aufgaben mit aus so einem Spiel. Die Tore sind spät gefallen, aber Werder hatte den Sieg verdient", stellte der 42-Jährige im Gespräch mit den "Ruhr Nachrichten" fest.
In der Tat zeigte sich der Aufsteiger aus Bremen deutlich mutiger und angriffslustiger als der gastgebende BVB, der weniger Torschüsse und weniger Ballkontakte vorwies als der Kontrahent.
BVB-Coach Terzic sprach von "brutal dämlichen" Gegentoren
Auch die erschreckend schwache Passquote von knapp 78 Prozent wurde vom Dortmunder Sportdirektor angesprochen. "Auch nach den ersten Siegen wussten wir, dass wir uns noch steigern müssen. Dieser krasse Leistungsabfall der Mannschaft am Samstag hat uns allerdings völlig überrascht. Wir werden dieses Spiel analysieren und viele Gespräche führen", meinte Kehl, der sich damit ähnlich wie zuvor schon Cheftrainer Edin Terzic geäußert hatte.
Der Dortmunder Coach hatte am Samstagabend nach der ersten Saisonniederlage von "brutal dämlich und brutal ärgerlichen Gegentoren" seiner Mannschaft gesprochen und sich bitter enttäuscht gezeigt.
Am kommenden Samstag geht es für die Schwarz-Gelben mit dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC (ab 15:30 Uhr) weiter. Bis dahin will sich der Tabellensiebte der Fußball-Bundesliga spielerisch wieder finden und die Heimniederlage gegen Werder Bremen aufgearbeitet haben. Das nächste Heimspiel des BVB steht am 2. September gegen die TSG 1899 Hoffenheim an.-



























