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Pikanter Seitenwechsel im Ruhgebiet

Möller über Schalke-Wechsel: "Das war wie ein Schock"

Andreas Möller (r.) wechselte einst vom BVB zu Schalke 04
Andreas Möller (r.) wechselte einst vom BVB zu Schalke 04
Foto: © Jan Huebner/Bremes via www.imago-images.de
03. August 2022, 11:22
sport.de
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Mit seinem Wechsel vom BVB zu Schalke 04 sorgte Andreas Möller im Sommer 2000 für einen der brisantesten Transfers der Bundesligageschichte. Nun hat sich der Weltmeister an die damalige Zeit erinnert.

"Das war wie ein Schock. Ich dachte: Meinen die das ernst?", erinnerte sich der ehemalige Mittelfeldspieler gegenüber der "Sport Bild" an die erste Anfrage der Knappen bei seinem Management. 

Möller war damals mit 33 bereits im fortgeschrittenen Fußballeralter und wegen eines auslaufenden Vertrags ablösefrei auf dem Markt. Nach dem ersten Schock habe er sich aber immer mehr mit dem Seitenwechsel im Ruhrgebiet anfreunden können, so der Zehner.

Beim BVB zu verlängern, sei ohnehin kein Thema gewesen. "Es war Skepsis da, ob ich in Dortmund noch der Führungsspieler hätte sein können, den sich der BVB gewünscht hatte. Da war Sand im Getriebe. Im Gespräch mit Stevens war bei mir sofort das Feuer da. Ich brauchte einen Trainer, der Autorität ausstrahlt, der mich erreicht", zählte er seine einstigen Beweggründe auf.

"Hinzu kam mein Image", führte Möller aus, der während seiner Karriere - auch wegen der legendären Schwalbe - oft als weich und weinerlich galt.

Möller verpasst Meistertitel mit dem FC Schalke 04

"Dann Schalke. Arbeiterverein, in der Vorsaison Tabellen-13., Ärmel hochkrempeln. Das war die Chance, mein Bild in der Öffentlichkeit geradezurücken. Mir war klar: Schalke ist die richtige Herausforderung, um den Menschen zu zeigen, dass ich vorangehen und etwas reißen kann", befand Möller damals: "Es war die größtmögliche Herausforderung. Ich habe sie angenommen."

In der Dortmunder Führungsetage sei sein Entschluss, zu Schalke zu wechseln derweil nicht besonders gut angekommen. "Die hielten das für einen Scherz", erinnerte sich Möller. 

Und auch beim königsblauen Anhang stieß der Neuling nicht sofort auf Gegenliebe. Erst als er mit Schalke 4:0 gegen den BVB gewann, wurde es besser: "Es war das Spiel, mit dem die Schalker Fans mich akzeptierten." 

Das ganz große Happy End blieb für ihn in Gelsenkirchen allerdings aus. In einem Wimperschlagfinale verpasste Schalke 2001 hauchzart die Meisterschaft. Mit dem Titel "Meister der Herzen" konnte sich Möller auch im Nachhinein nicht anfreunden.

"Deutscher Meister wäre schöner. Ich liebe den ersten Platz zu sehr, um zu sagen, dass auch der 2. Platz gut war. Hätten wir die Schale geholt, hätten sie uns wahrscheinlich in Kupfer gegossen", haderte er.

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