Am kommenden Samstag steht für den Hamburger SV der nächste Härtetest in der 2. Bundesliga an. Doch vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (13:30 Uhr) kehrt am Volkspark einfach keine Ruhe ein. Weiterhin im Mittelpunkt: Finanzvorstand Thomas Wüstefeld.
Nach Informationen von "Sport Bild" haben sich im Aufsichtsrat des Hamburger SV mittlerweile zwei Lager gebildet. Eines schlägt sich auf die Seite von HSV-Sportvorstand Jonas Boldt, das andere auf die Seite von Thomas Wüstefeld, den Finanzvorstand und Investor, der den Nordklub mit allen Mitteln sanieren möchte.
Zwar dementierte Wüstefeld jüngst ein Zerwürfnis mit Boldt, im Klub wird der 53-Jährige laut dem Bericht mittlerweile jedoch aufgrund seines Auftretens und seines Vorgehens mehrheitlich mit dem Spitznamen "Zerwüstefeld" bezeichnet. Demnach sind nun sogar Spieler und Trainer schlecht auf ihn zu sprechen.
Der Grund: Die Profis (und ihre Angehörigen) mussten innerhalb des Stadions umziehen, dürfen nach den Spielen nicht mehr im VIP-Sektor im Logenbereich mit dem Namen "Die Raute" Platz nehmen, sind nun im "Klassiker Süd" untergebracht, in einem anderen Teil des Stadions.
Außerdem kam nicht gut an, dass sich Wüstefeld aus Kostengründen lange weigerte, eine Teambuildingmaßnahme - Golf spielen für 12.000 Euro - freizugeben.
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Ebenfalls nahm man es dem 53-Jährigen übel, dass er darauf bestand, auf Linienflügen zum Trainingslager in Österreich zu reisen. Weil auf der Rückreise eine Maschine gestrichen wurde, mussten die HSV-Stars am Ende doch auf einen (teuren) Charter-Flug umsteigen und stundenlang warten. Diese Probleme hätte die sportliche Führung gern vermieden, heißt es.
Auch Coach Tim Walter hat laut "Sport Bild" seine Probleme mit Wüstefeld, weil dieser ihm nicht die versprochene Rückendeckung gab, dafür aber im Umkehrschluss kurz nach dem knappen Scheitern in der Relegation den Aufstieg als Ziel ausrief - ohne dies mit Walter oder Boldt abgesprochen zu haben.
Mehr dazu: HSV-Boss bestreitet Zerwürfnis mit Boldt
Dass er zudem intern Hoffnungen darauf machte, aufgrund seiner Beziehungen Weltunternehmen wie Tesla als Trikotsponsor zu gewinnen, am Ende aber "nur" die Versicherungsagentur "Hanse Merkur" auf dem Jersey landete, kam ebenfalls nicht gut an.
Genauso wenig wie seine öffentlichen Aussagen, klimafreundlich zur Arbeit zu kommen und aufs Fahrrad setzen zu wollen, während man ihn meist in seinem Porsche Cayenne sah.



























