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Überraschender Turniersieg in Biarritz

Deutsches Tennis-Talent macht 711 Plätze gut

Mina Hodzic hat für eine Überraschung gesorgt
Mina Hodzic hat für eine Überraschung gesorgt
Foto: © Rob Prange/Shutterstock via www.imago-images.de
13. Juni 2022, 10:07
sport.de
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In der Tennis-Weltrangliste war ein Platz 630 im Juni 2019 für Mina Hodzic bislang das höchste der Gefühle, 2022 rangierte sie sogar meist außerhalb der Top 1000, nun sorgte die 20-jährige Deutsche allerdings für eine faustdicke Überraschung. 

Beim ITF-Turnier im französischen Biarritz fightete sich Hodzic durch die Qualifikation, überraschte dann im Hauptfeld und trug letztlich den Sieg davon. Besonders bemerkenswert: Hodzic war dem Ausscheiden mehrmals extrem nah, gab aber nie auf und entschied so sieben Partien in Serie für sich.

Bereits in der entscheidenden Quali-Runde lieferte sich Hodzic mit der Ukrainerin Valeriya Strakhova ein episches Match, das sie im dritten Satz mit 20:18 (!) für sich entschied. Auch gegen die Russin Ekaterina Kazionova (5:7, 6:2, 6:1) in der 1. Hauptrunde, im Viertelfinale gegen Chloe Paquet aus Frankreich (7:6, 4:6, 7:6) und im Halbfinale gegen die Argentinierin Maria Lourdes Carle (7:6, 3:6, 7:5) bewies Hodzic Kampfgeist. 

Sieg gegen die Nummer 101 der Tennis-Welt

Auffällig: Auf dem Weg zum Erfolg schaltete Hodzic nur Spielerinnen aus, die größtenteils deutlich besser als sie in der Weltrangliste platziert sind. Carle rangiert derzeit an Position 186, Paquet, die schon mehrmals bei einem Grand Slam im Hauptfeld stand, sogar an Position 101.

Auf Sand verlor Hodzic damit 2022 nur eines von neun Spielen. Mitte Mai behielt Strakhova in Platja D'Aro in drei Sätzen die Oberhand.

Der Sieg in Biarritz macht sich für Hodzic auch in der Weltrangliste bemerkbar. Im Vergleich zur Vorwoche kletterte das DTB-Talent um 711 Ränge auf Platz 497. Ein Rang, der Hodzic das Startrecht bei zahlreichen Turnieren ermöglicht. Sollte Hodzic diesen Trend bestätigen, dürften bald erste Auftritte auf der WTA-Tour folgen. 

Für eine Teilnahme am WTA-Turnier in Berlin kam der Sieg allerdings zu spät. Dort erhielt unter anderem die deutsche Meisterin Noma Noha Akugue eine Wildcard für die Qualifikation. Die 18-Jährige ist derzeit nur die 817 der Welt.

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