Im Frühjahr haben gleich mehrere Biathlon-Stars ihre Karriere beendet. Auch die Britin Amanda Lightfoot sowie der Kanadier Scott Gow entschieden sich für den Rücktritt. Nun haben die beiden Wintersport-Asse über das Ende ihrer Laufbahn gesprochen.
"Das war eine schwierige Entscheidung, aber für mich der richtige Zeitpunkt, um etwas zu ändern", nannte Amanda Lightfoot gegenüber "BiathlonWorld" die Beweggründe für ihren Rückzug aus dem aktiven Leistungssport.
Die 35-Jährige wollte ihren Körper "nicht mehr an die Spitze treiben und viele Stunden im Training verbringen". "Ich schätze, man kann sagen, dass ich ein wenig die Motivation verloren habe, weiterzumachen", stellte Lightfoot fest.
Die Britin gehört zu den erfolgreichsten Biathletinnen ihres Landes und nahm unter anderem an zwei Olympischen Winterspielen teil. Im Gesamtweltcup der Saison 2021/22 landete Lightfoot auf dem 83. Platz und verpasste außerdem eine Teilnahme an Olympia in Peking.
Künftig will die ehemalige Biathletin ihre Ausbildung in der britischen Armee fortsetzen. Zudem freue sie sich auf die Zukunft mit ihrem Mann Ilario Maddalin, der als Trainer beim britischen Biathlon-Verband tätig ist.
Zudem kann sich Lightfoot vorstellen, künftig weiter dem Biathlon verbunden zu bleiben. Sie liebe "die Management-Seite" des Sports. "Vielleicht übernehme ich in Zukunft eine solche Job-Rolle bei der IBU oder einem anderen Team", erklärte Lightfoot.
Gow will dem Biathlon treu bleiben
Scott Gow will dem Biathlon ebenfalls treu bleiben. "Ich werde versuchen, mich freiwillig bei lokalen Teams zu engagieren, wo ich kann", sagte der Nordamerikaner.
Der 31-Jährige liebäugelte schon länger mit dem Karriereende. Nach den Olympischen Winterspielen in Peking aufzuhören, sei ein "wirklich guter Zeitpunkt".
"Ich hatte auch das Gefühl, dass ich in meiner Karriere viel erreichen konnte, was die Entscheidung, aufzuhören, ein bisschen leichter machte", so der Kanadier, dem der ganz große Durchbruch verwehrt blieb.

