Der neue Sportdirektor Roland Virkus will Borussia Mönchengladbach mit einer zweigeteilten Transfer-Strategie aus der Krise führen.
"Zunächst mal müssen wir machen, was wir früher gemacht haben: Wir müssen auf unseren eigenen Nachwuchs setzen. Aber wir müssen auch weiterhin schauen, ob es externe Toptalente gibt, die schon ein bisschen weiter sind als unsere eigenen Jugendspieler", sagte der Nachfolger von Max Eberl dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".
Virkus führte aus: "Und dann gibt es vielleicht Spieler, die woanders nicht so gut zurechtkommen, obwohl sie hohes Potenzial haben. Die zu finden wird die große Herausforderung sein. Wir brauchen Kommunikatoren – und das am besten in der Achse. Spieler mit Zweikampf-Skills, stark in der Kommunikation und auch noch Gladbach-typisch, also mit Ballbesitzkönnen."
Gladbach will "Potenzial in den Kader holen"
Den Gladbachern steht nach einer enttäuschenden Saison im Sommer ein größerer Umbruch ins Haus. Um prominente Akteure wie Alassane Pléa, Marcus Thuram, Breel Embolo, Ramy Bensebaini oder Yann Sommer ranken sich Wechselgerüchte. "Wir sollten und wir wollen ambitioniert bleiben. Sicher werden uns nicht alle diese Spieler verlassen. Borussias Ziel muss es sein, immer einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen", stellte Virkus klar.
Gladbach habe "über Jahre gut performt, weil zuvor gute Entscheidungen getroffen wurden. Dass darüber irgendwann bei manchem der Blick für die Realität verloren gegangen sein könnte, mag ich nicht ausschließen. Die Realität ist aber auch, dass eine Mannschaft sich ständig entwickeln muss, immer wieder Auffrischung braucht", ergänzte Virkus. "Wir müssen wieder Anlauf nehmen und Potenzial in den Kader dazu holen."
Jonas Hofmann "der typische Gladbach-Spieler"
Die Zusammenarbeit mit dem angeblich vom FC Bayern umworbenen Nationalspieler Jonas Hofmann (Vertrag bis 2023) würde der frühere Nachwuchschef der Borussia gerne verlängern.
"Er ist für mich der typische Gladbach-Spieler. Er kann anlaufen, ist schnell, verfügt über Spielintelligenz. Und mittlerweile macht er auch Tore. Aber nicht nur er hat so Borussia geholfen, Borussia hat auch ihm etwas gegeben. Hier hat Jonas immer seine Chance bekommen, auch als es noch nicht so gut lief. Heute ist er Nationalspieler und könnte das Gesicht unserer neuen Mannschaft sein", sagte Virkus.
Auch Torhüter Sommer traut der Gladbach-Manager zu, über sein Vertragsende 2023 hinaus weiter eine Schlüsselrolle einzunehmen. "Über dessen Bedeutung muss man kein Wort verlieren. Ohnehin würde ich in einer Phase des Umbruchs die Torwartposition niemals anrühren, da brauchst du Stabilität. Die würde uns Yann hundertprozentig garantieren", so Virkus.


























