Suche Heute Live
WTA 1000 Miami
Artikel teilen

WTA 1000 Miami
Tennis
(F)

Schon wieder raus in Runde eins

Nächste Raducanu-Blamage: "Respekt verschwindet allmählich"

Tennis-Sternchen Emma Raducanu ist wieder mal frühzeitig gescheitert
Tennis-Sternchen Emma Raducanu ist wieder mal frühzeitig gescheitert
Foto: © IMAGO/mpi04
25. März 2022, 13:50
sport.de
sport.de

Abseits des Platzes läuft es für US-Open-Siegerin Emma Raducanu weiterhin voll nach Plan. Die Sponsoren stehen Schlange, ihre Followerzahlen explodieren, ihre Popularität ist ungebrochen. Doch sportlich geht es für die Britin seit Monaten bergab. 

Am Donnerstagabend (MEZ) setzte es für Emma Raducanu den nächsten Tiefschlag. Mit 6:3, 4:6 und 5:7 unterlag sie in der ersten Runde des WTA-Turniers in Miami der Tschechin Katerina Siniakova, Nummer 53 der Welt. Dabei schlug die 19-Jährige wieder einmal zum Matchgewinn auf. Doch wie schon in den beiden vorherigen Turnieren reichte ihr dieser Vorteil auch diesmal nicht zum Sieg. 

Raducanus Bilanz in den letzten Monaten liest sich verheerend: Seit dem sensationellen US-Open-Triumph im vergangenen Jahr hat sie von zwölf Matches acht verloren, im Jahr 2022 ging sie überhaupt nur zwei Mal als Siegerin vom Platz. Nur dank der Punkte aus Flushing Meadows steht die Britin in der Weltrangliste noch unter den Top 15. Tendenz fallend. 

Respekt vor Raducanu "verschwindet allmählich"

Über die Gründe ihrer Krise wird intensiv gerätselt. Nicht wenige werfen ihr vor, sich zu sehr aufs Geschäft und zu wenig auf den Sport zu konzentrieren. Dazu passt ins Bild: Erst vor wenigen Tagen verkündete Raducanu ihre Zusammenarbeit mit dem Sportwagenhersteller Porsche. Nach Marken wie Tiffany & Co., Dior, Evian und Nike der nächste weltweite bekannte Sponsor, für den sie wirbt.

Ob ihre Verpflichtungen abseits des Platzes der Grund für die sportliche Talfahrt sind, darüber kann nur spekuliert werden. Offenkundig ist aber, dass die Niederlagen-Serie bei der 19-Jährigen Spuren hinterlassen hat. Das ist auch Raducanus Gegnerinnen nicht entgangen.

"Der Respekt, den sie sich während der US Open in der Umkleide verdient hat, verschwindet allmählich", sagte die ehemalige Profi-Spielerin Daniela Hantuchova nach Raducanus Pleite in Miami. Die Britin müsse sich jetzt zwingend sammeln, sich Gedanken machen und dann auf dem Trainingsplatz arbeiten: "Daran führt kein Weg vorbei. Sie muss jetzt hart arbeiten."


Mehr dazu: Holt sich Zverev einen Sandplatzspezialisten ins Team?


In den Augen von Tim Henman spielte noch ein anderer Faktor bei der jüngsten Raducanu-Pleite eine Rolle: "Die Wahrheit ist: Alle Big Points und alle wichtigen Spiele, die sie in New York noch gewonnen hat, hat sie hier nicht gewonnen. Deswegen ist es ein so brutaler Sport. Das ist jetzt eine massive Lernkurve für sie." Die Niederlage in Miami sei für die 19-Jährige "unglaublich hart", urteilte der Ex-Profi. 

Ein weiterer Teil der Wahrheit ist auch: Raducanu leidet immer wieder unter gesundheitlichen Rückschlägen. Ihre Vorbereitung auf die Saison wurde durch eine Corona-Infektion unterbrochen, im Februar zog sie sich dann eine Beinverletzung zu und musste unter anderem ihren Start in Mexiko absagen.

All das stört ihre Suche nach einem Rhythmus, den sie dringend braucht, um auf die Siegerstraße zurückzukehren - und den Respekt ihrer Gegnerinnen zurückzugewinnen. 

Belarus
Aryna Sabalenka
A. Sabalenka
2
7
6
USA
Jessica Pegula
J. Pegula
0
5
2
21:05
Sa, 29.03.
Beendet
vollständiger Spielplan

Newsticker

Alle News anzeigen