Die Gold-Medaille bei den Olympischen Sommerspielen von Tokio krönte Alexander Zverev Ende 2021 mit dem Sieg bei den ATP-Finals: Von den Erfolgen beflügelt, gab die deutsche Tennis-Nummer-Eins 2022 nicht weniger als den Angriff auf die Spitze der Weltrangliste und den Gewinn seines ersten Grand Slams als Ziel aus. Ein ambitioniertes Vorhaben, das bislang krachend scheiterte. Ein ehemaliger Sandplatzspezialist soll nun angeblich die Wende bringen.
Auf Twitter kursieren Bilder, die Alexander Zverev auf dem Trainingsplatz an der Seite des spanischen Ex-Stars Sergi Bruguera zeigen.
Der Kapitän des spanischen Davis-Cup-Teams genießt in der Szene einen hervorragenden Ruf als Trainer. Als ausgewiesener Sandplatzspezialist könnte der 51-Jährige Zverev mit Bick auf die Ende Mai anstehenden French Open zudem wohl den richtigen Schliff verleihen.
Zverev muss in Paris die Weltranglistenpunkte verteidigen, die ihm sein Einzug ins Halbfinale im Vorjahr einbrachte. Sollte dies misslingen, dürfte der Angriff auf die Spitzenposition in der ATP-Weltrangliste ein extrem schwieriges Unterfangen werden.
Dass Bruguera der richtige Mann für den Job ist, untermauert ein Blick auf seine aktive Laufbahn: Während er bei allen anderen Grand Slams maximal das Achtelfinale erreichte, stand Bruguera bei den French Open dreimal im Finale. 1993 und 1994 siegte er, 1997 unterlag er Gustavo Kuerten. Der Rechtshänder gehört zudem zu den wenigen Spielern auf der Tour, die eine positive Bilanz gegen den langjährigen Dominator Pete Sampras aufweisen können (3:2).
Viele Topstars versuchten ihr Glück mit Zverev
Mit Sicht auf Zverev dürfte aber nicht nur dessen Spiel auf Asche im Vordergrund stehen, dem 24-Jährigen macht vor allem seine Psyche immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Bisheriger Tiefpunkt: Ende Februar attackierte der Hamburger in Acapulco einen Stuhlschiedsrichter verbal und körperlich. Zverev wurde vom Turnier ausgeschlossen, zu einer Strafe von 40.000 Dollar verdonnert und muss ein Jahr auf Bewährung spielen.
"Es war sicher der schlimmste Moment meines Lebens und meiner Karriere", sagte er später bei einer Pressekonferenz vor dem ATP-Turnier in Indian Wells. "Entschuldigen ist aber wahrscheinlich nicht genug, so wie ich mich verhalten habe. Es war peinlich für mich, es ist noch immer peinlich, wenn ich rumlaufe oder in der Umkleide bin. Es ist kein schönes Gefühl."
Sollte sich Bruguera also wirklich in die bislang illustre Riege derer einreihen, die Zverev bislang trainierten, wartet viel Arbeit. Unter anderem versuchten bereits Boris Becker, Ivan Lendl, David Ferrer und Juan Carlos Ferrero ihr Glück.
















