Die krachende 2:4-Niederlage beim VfL Bochum hat neue Zweifel an der Hintermannschaft des FC Bayern aufgeworfen. Das sieht auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus so, der sich zwei Münchner nach dem Spiel ganz besonders zur Brust nahm und diese scharf kritisierte.
Die 2:4-Niederlage in Bochum, da ist sich Lothar Matthäus sicher, lag nicht etwa an der Aufstellung von Julian Nagelsmann, sondern an der Einstellung der Münchner Millionäre. "Das Team hat eine katastrophale Defensivleistung angeboten. Ich habe selten gesehen, dass eine Bayern-Mannschaft so vorgeführt wurde", schrieb der Rekordnationalspieler in seiner "Sky"-Kolumne.
Tief im Westen hatte der Rekordmeister laut Matthäus "die falsche Einstellung, zu wenig Willen, keine defensive Einheit und auch alles andere vermissen lassen". Das Team habe sich selbst in große Schwierigkeiten gebracht, weil nicht alle Spieler in der Rückwärtsbewegung mitgearbeitet haben, stellte der "Sky"-Experte fest.
Dass nun aber vor allem die Abwehrspieler einmal mehr in den Fokus der Kritik rücken werden, weiß auch Matthäus. Und auch er erkennt beim deutschen Branchenprimus in der Hintermannschaft große Schwachstellen. Zwei davon benennt er Ex-Profi auch mit Namen: Dayot Upamecano und Lucas Hernández.
"Der eine hatte lange Zeit mit Verletzungen zu kämpfen und der andere musste sich erst akklimatisieren. Aber mittlerweile ist Lucas fit und Upamecano seit sieben Monaten in München", schrieb Matthäus, der die Meinung vertritt: "Die Schonfrist ist für beide längst vorbei."
Matthäus über Bayern-Duo: "Das können sie überhaupt nicht"
Die beiden französischen Nationalspieler wüssten zwar regelmäßig im Trikot der Équipe Tricolore zu überzeugen, "in München müssen sie die Hintermannschaft aber führen und dirigieren. Und das können sie bisher überhaupt nicht", so Matthäus. Beide seien schlicht zu sehr mit ihrem eigenen Spiel beschäftigt, monierte der ehemalige Weltklasse-Verteidiger.
Upamecano mache zu viele Fehler, während es bei Hernández laut Matthäus nur "hü oder hott" gibt: "Entweder er trifft den Ball oder den Gegner." Klare Abwehraktionen, bei denen die Angriffe des Gegners souverän geklärt werden, seien weder beim Neuzugang aus Leipzig noch beim Rekordeinkauf zu sehen, klagte Matthäus: "Und das bei Ablösesummen und Gehältern, die im obersten Regal zu finden sind."






























