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Streich-Elf im Stile eines Spitzenteams

Freiburg vergrößert Abstiegssorgen beim VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart kassierte im Abstiegskampf den nächsten Rückschlag
Der VfB Stuttgart kassierte im Abstiegskampf den nächsten Rückschlag
Foto: © BEAUTIFUL SPORTS/G. Hubbs via www.imago-images.de
22. Januar 2022, 17:30

Die Situation für den VfB Stuttgart im Abstiegskampf wird immer prekärer. Beim SC Freiburg gab es ein 0:2 (0:1). Ein zurückgenommener Elfmeter machte die Schwaben zornig.

Sven Mislintat war stinksauer. "Wer es nicht gesehen hat, gehört hat es jeder im Stadion. Diesen Elfer zurückzunehmen, nachdem so entschieden wurde, ist unfassbar", wetterte der Sportdirektor des VfB Stuttgart nach dem 0:2 (0:1) beim SC Freiburg.

Für ihn war unverständlich, dass sich der Video-Assistent in Köln nach gut einer halben Stunde überhaupt eingeschaltet hatte: "Es ist ein klarer Kontakt, keine klare Fehlentscheidung."

Der VfB hat weiter eine Pechsträhne, denn als Schiedsrichter Tobias Stieler nach Videobeweis einen Foulelfmeter nach einem kniffligen Zweikampf zwischen Lukas Kübler und Alexis Tibidi zurücknahm, war das mehr als umstritten.

Nur Sekunden später fälschte zu allem Überfluss Hiroki Ito einen Schuss von Nicolas Höfler unhaltbar ins eigene Tor ab. "Wenn 1:0 in Führung gehen, wird es ein anderes Spiel", betonte Mislintat.

Trainer Pellegrino Matarazzo klatschte mit versteinerter Miene ziemlich emotionslos jeden seiner Spieler ab. Auch ihm war der Frust über die Pleite anzusehen. Symptomatisch: Torjäger Sasa Kalajdzic schlich mit zerrissenem Trikot kopfschüttelnd in die Kabine.

Der VfB wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg und dazu sogar 477 Minuten auf ein eigenes Tor. Das Eigentor von Ito (37.) und ein Treffer von Kevin Schade (71.) entschieden das Spiel.

"Wir haben Qualität in der Mannschaft. Es ist extrem schwierig, gegen uns Spiele zu gewinnen", meinte Höfler bei "Sky". Vergessen ist der "schlechte Tag" (Schade) in Dortmund vor Wochenfrist.

Die Freiburger siegten im Stile eines Spitzenteams ohne Glanz, aber dafür mit enormer Reife und Abgebrühtheit. Die Südbadener bleiben durch den vierten Sieg in Serie gegen den schwäbischen Nachbarn auf Europapokalkurs.

Freiburg defensiv gewohnt stabil

Defensiv stand der SC mit der drittbesten Abwehr der Liga gewohnt stabil, bis auf zwei harmlose Distanzschüsse von Chris Führich (9.) und Kalajdzic (11.) trat der VfB in Halbzeit eins kaum in Erscheinung. Erst nach 25 Minuten zog der Favorit das Tempo an. Vincenzo Grifo (29.) ließ einen Hochkaräter liegen, Höfler (30.) und Maximilian Eggestein (32.) verzogen jeweils knapp.

Zur Pause musste dann der Referee getauscht werden, der vierte Offizielle Christian Dingert ersetzte den verletzten Stieler. Auf dem Platz änderte sich wenig an den Kräfteverhältnissen, das Spiel der Freiburger wirkte weiter deutlich strukturierter.

Die Stuttgarter intensivierten zwar ihre Offensivbemühungen, strahlten aber nur selten Gefahr aus. Die beste Chance hatte Kalajdzic (58.) per Kopf nach einer Ecke.

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