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"König der Suspendierten": Ex-BVB-Stinkstiefel im Abseits

Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang spielten ein Jahr gemeinsam für den BVB
Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang spielten ein Jahr gemeinsam für den BVB
Foto: © Thomas Bielefeld
20. Januar 2022, 16:02
sport.de
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Große Spuren hinterließen sie bei Borussia Dortmund: Pierre-Emerick Aubameyang und Ousmane Dembélé gewannen 2017 gemeinsam den DFB-Pokal, der Gabuner wurde zudem Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga. Doch die beiden Stars sorgten auch für viel Unruhe beim BVB - genauso wie derzeit bei ihren aktuellen Klubs.

Abseits all der disziplinarischen Verfehlungen, die sich Aubameyang zuletzt beim FC Arsenal leistete, gilt der erste Blick seiner Gesundheit. Nach seiner Corona-Infektion während des Afrika-Cups traten beim Gabuner Herzprobleme auf. Derzeit weilt der 32-Jährige in London, um sich dort weiteren medizinischen Untersuchungen zu unterziehen.

Es steht die Frage im Raum, ob der Mittelstürmer überhaupt noch einmal für die Gunners auf den Rasen zurückkehrt. Glücklicherweise nicht etwa wegen gesundheitlicher Risiken (wie bei Sergio Agüero), sondern aufgrund seiner sportlichen Verzichtbarkeit.

Der "König der Suspendierten"

Dazu kommen in regelmäßigen Abständen negative Schlagzeilen des "Königs der Suspendierten", wie er unlängst in einem "goal.com"-Bericht bezeichnet wurde. Nach einer verspäteten Rückreise aus dem Heimaturlaub entzog Arsenals Teammanager Mikel Arteta seinem Schützling nicht nur die Kapitänsbinde, sondern strich ihn gleich ganz aus dem Kader. Seit Mitte Dezember absolvierte er kein Pflichtspiel mehr.

Ein Winterwechsel Aubameyangs zeichnet sich längst ab - wie schon vor vier Jahren, als er dem BVB im Januar den Rücken kehrte. Die Vorzeichen sind ganz ähnlich.

In Dortmund war der Gabuner bereits zwei Mal suspendiert, wenig später wieder begnadigt worden. Durch weitere disziplinarischen Eskapaden und Trainings-Streiks erzwang er damals den Transfer in die Premier League. Dort sorgte sein Verhalten ebenfalls mehrfach für Kopfschütteln, nun soll ein Schlussstrich gezogen werden.

Die Parallelen bei Aubameyang und Dembélé

Wie "CBS Sports" berichtet, liegt den Gunners ein Angebot des saudischen Klubs Al Nassr vor. Der in Ungnade gefallene Gabuner soll bis zum Ende der Saison verliehen werden, anschließend besitzt der Tabellendritte der saudischen Premier League eine Kaufoption.

Streik-Abschied aus Dortmund und nahender Winter-Wechsel: Beides trifft in vollem Maße auch auf Ousmane Dembélé zu. Der Franzose blieb seine 140 Millionen Euro schwere Ablösesumme beim FC Barcelona bis heute schuldig.

Stattdessen sorgt der Weltmeister von 2018 abseits des Platzes für Kapriolen. Verspätungen beim Training, Missachtung der Corona-Maßnahmen, Schwänzen von Klub-Terminen - über die letzten Jahre hat Dembélé bei den katalanischen Verantwortlichen reichlich Kopfschmerzen provoziert.

Xavi degradiert Dembélé: "Er muss sofort gehen"

So war es schon zu BVB-Zeiten, als sich der Flügelflitzer nach nur einem Jahr aus seinem Vertrag streikte. Dass Dembélé damals Hals über Kopf aus Dortmund flüchtete und ein völlig verwüstetes Haus hinterließ, unterstrich den Gesamteindruck.

Nun sorgen die seit fünf Monaten laufenden Verhandlungen über einen neuen Vertrag für Ärger. Ein Ultimatum hatte Dembélé bereits verstreichen lassen. "Wir können nicht länger warten", erklärte Barca-Trainer Xavi, der den Franzosen für das anstehende Pokal-Spiel gegen Bilbao aus dem Kader strich.

"Nur konsequent" nannte Geschäftsführer Mateu Alemany die Degradierung und wurde im Klub-TV deutlich: "Wir haben ihm und seinen Agenten gesagt, dass er sofort gehen muss. Wir wollen engagierte Spieler und hoffen, dass ein Transfer vor dem 31. Januar zustande kommt."

Die Aussagen von Alemany kommen einem Rausschmiss gleich. "Es ist offensichtlich, dass der Spieler nicht bei Barcelona bleiben will und sich nicht für Barças Zukunftsprojekt engagiert", sagte der Fußballdirektor der Katalanen, der keinen Raum mehr für Spekulationen lässt.

Es ist das nächste unrühmliche Kapitel in der langen Skandal-Akte des einstigen Hoffnungsträgers.

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