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Gislason-Team ringt Frankreich nieder

DHB-Team gelingt Überraschungssieg bei EM-Generalprobe

Foto: © Gerhard Koffler via www.imago-images.de
09. Januar 2022, 20:39

Generalprobe geglückt, die EM kann kommen: Die deutschen Handballer haben ihren ultimativen Härtetest gegen Olympiasieger Frankreich mit Bravour bestanden. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason besiegte das französische Starensemble durch ein Tor von Luca Witzke in der Schluss-Sekunde mit 35:34 (14:18) und steigt mit reichlich Selbstvertrauen in den Flieger nach Bratislava.

Vier Tage vor Turnierbeginn zeigte das deutsche Team gegen den Rekordweltmeister vor allem kämpferisch eine richtig starke Leistung. Kapitän Johannes Golla und Co. ließen sich auch von einem zwischenzeitlichen 16:21-Rückstand nicht entmutigen, holten auf und gewannen dank einer bärenstarken zweiten Halbzeit völlig verdient.

Zum besten Torschützen avancierte Kai Häfner mit acht Treffern. Auch Torhüter Andreas Wolff bestätigte seine starke Form mit etlichen Paraden.

Schon den ersten EM-Test gegen die Schweiz hatte die mit neun Turnierdebütanten gespickte DHB-Auswahl am Freitag mit 30:26 für sich entschieden. Und so reist die deutsche Mannschaft am Mittwoch bestens gelaunt in den Vorrundenspielort nach Bratislava. Dort trifft sie in der ersten Turnierphase zunächst auf Belarus (14. Januar), Österreich (16. Januar) und Polen (18. Januar).

Nach der souveränen Vorstellung gegen die Schweiz hatte Gislason mit Blick auf das Frankreich-Spiel vor zu hohen Erwartungen an seine international unerfahrenen Spieler gewarnt. "Da werden sie wahrscheinlich ihre Grenzen aufgezeigt bekommen", so der Isländer, "aber das ist auch eine sehr wertvolle Erfahrung für uns."

Genau danach sah es zunächst aus. Zwar blieb das deutsche Team bis zur 20. Minute (10:10) in Schlagdistanz, doch die Franzosen um Superstar Nikola Karabatic behielten stets die Kontrolle. Vorne fehlte es der deutschen Mannschaft nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Spielmacher Philipp Weber (23.) in der Schlussphase der ersten Hälfte an Kreativität und Durchschlagskraft, hinten wirkte sie gegen die individuelle Klasse und das Tempo des Gegners bisweilen überfordert.

"Wir hatten Phasen, in denen wir ebenbürtig waren. Die Hauptdifferenz liegt im Tempospiel", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer zur Pause: "Das war noch ein bisschen zu wenig."

Gislason ließ sich vom Vier-Tore-Rückstand zur Halbzeit aber nicht aus der Ruhe bringen. Er blieb seiner Linie treu, probierte Vieles aus und wechselte munter durch. In der Abwehr stabilisierte sich das deutsche Team nun von Minute zu Minute und vorne übernahmen die Routiniers Julius Kühn und Häfner nun mehr Verantwortung. Auch Rechtsaußen Timo Kastening glänzte mit Treffern aus dem Gegenstoß - und so führte Deutschland kurz vor dem Ende plötzlich mit 32:30.

Kroatien
Kroatien
Kroatien
34
15
Schweiz
Schweiz
Schweiz
26
14
17:00
Do, 19.03.
Beendet
Niederlande
Niederlande
Niederlande
39
19
USA
USA
USA
30
15
17:45
Do, 19.03.
Beendet
Deutschland
Deutschland
Deutschland
41
21
Ägypten
Ägypten
Ägypten
38
18
18:15
Do, 19.03.
Beendet
Frankreich
Frankreich
Frankreich
29
16
Spanien
Spanien
Spanien
26
15
20:00
Do, 19.03.
Beendet
Dänemark
Dänemark
Dänemark
39
22
Norwegen
Norwegen
Norwegen
30
12
20:15
Do, 19.03.
Beendet
Island
Island
Island
33
19
Schweden
Schweden
Schweden
35
19
20:30
Do, 19.03.
Beendet
Portugal
Portugal
Portugal
35
18
Tschechien
Tschechien
Tschechien
32
17
21:00
Fr, 20.03.
Beendet
Ungarn
Ungarn
Ungarn
30
19
Italien
Italien
Italien
19
10
14:30
Sa, 21.03.
Beendet
Kroatien
Kroatien
Kroatien
35
17
Schweiz
Schweiz
Schweiz
35
16
17:00
Sa, 21.03.
Beendet
Island
Island
Island
27
11
Schweden
Schweden
Schweden
30
13
18:00
Sa, 21.03.
Beendet
Deutschland
Deutschland
Deutschland
34
19
Ägypten
Ägypten
Ägypten
33
13
15:30
So, 22.03.
Beendet
vollständiger Spielplan

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