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TV-Experte versteht Bellingham-Frust

Matthäus: Zwayer hat BVB vs. FC Bayern "nicht verpfiffen"

Video: Schiri-Experte über Aufreger bei BVB vs. FC Bayern
06. Dezember 2021, 19:54
sport.de
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Die Ereignisse des Spitzenspiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern (2:3) vom 14. Spieltag hallen auch zwei Tage später noch nach. Nun hat sich TV-Experte Lothar zu den umstrittenen Interview-Aussagen von BVB-Star Jude Bellingham geäußert und Schiedsrichter Felix Zwayer kritisiert, aber auch in Schutz genommen.

Die Aussagen von BVB-Mittelfeldmotor Jude Bellingham ("Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?") nach der Partie, in der Schiri Felix Zwayer erst einen Elfmeter für den BVB nach Foul von Bayerns Lucas Hernández an Marco Reus nicht pfiff, dafür aber auf der Gegenseite nach unabsichtlichem Handspiel von Mats Hummels auf Strafstoß entschied, seien zwar "unangebracht" gewesen, er könne Bellingshams "Frust und seine Wut direkt nach Spielende auch verstehen", erklärte Matthäus in seiner Kolumne bei "Sky".

"Mir ist in Karlsruhe mal Ähnliches passiert. Das Adrenalin und die Emotionen sind nur sehr schwer zu kontrollieren, wenn man so ein wichtiges Spiel durch strittige Entscheidungen verliert", blickte der Rekordnationalspieler zurück, "aber man muss es jetzt auch nicht übertreiben."

Nun solle Bellingham am besten für einen karikativen Zweck spenden und damit sei die Sache dann auch abgehakt, gab Matthäus einen Wink in Richtung DFB, der mittlerweile gegen den jungen Engländer ermittelt. 


Mehr dazu: Ermittlungen gegen BVB-Profi Bellingham bestätigt


Etwas kritischer sah der TV-Experte die Rolle Zwayers bei der Erklärung zum nicht gegebenen Elfmeter an Reus. "Was mich am meisten ärgert, ist der Umstand, dass es heute aus der Schiedsrichter-Ecke heißt, die Aktion Reus-Hernández hätte ohnehin niemals Elfmeter gegeben, weil der VAR dann eine vorausgegangene Abseitsstellung angezeigt hätte", so Matthäus. Das hätte Zwayer aus Sicht des 60-Jährigen bereits nach dem Spiel verraten können, als er vor die Kamera trat und damit viele Diskussionen ersticken können.

Matthäus: Aussagen der BVB-Stars gehen zu weit

"Sie legen es sich leider zu oft so hin, wie es ihnen passt. Wenn der Schiedsrichter und seine vielen Assistenten diese Information am Samstag verkünden, dann würden wir auch nicht über Bellinghams Aussagen sprechen", war sich Matthäus sicher. Sich mit dieser Erklärung zwei Tage Zeit zu lassen, sei "dann doch ein bisschen zu lang".

Trotzdem gingen Matthäus die Aussagen der Dortmunder Spieler ein wenig zu weit,  "und sollten so nicht wieder vorkommen", mahnte der Rekordnationalspieler in seiner "Sky"-Kolumne.

"Denn auch wenn man über beide Elfmeterszenen diskutieren kann, so muss man auch feststellen: Skandalös waren die Entscheidungen von Herrn Zwayer auf gar keinen Fall", stellte Matthäus fest und fügte an: "Und verpfiffen hat er das Spiel auch nicht." Ob das die Fans des BVB auch so sehen?

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