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BVB-Bosse mit Raiola fast schon freundschaftlich verbunden

Mino Raiola ist seit Jahrzehnten auf der Fußball-Bühne als gewiefter Spielerberater präsent
Mino Raiola ist seit Jahrzehnten auf der Fußball-Bühne als gewiefter Spielerberater präsent
Foto: © unknown
23. November 2021, 08:28
sport.de
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Mino Raiola ist der wohl berüchtigste Spielerberater in der gesamten Fußball-Branche. Seit Jahrzehnten erweist er sich für die größten Klubs dieser Welt immer wieder als gewiefter Verhandlungspartner, der ebenso kompromisslos wie gerissen die Standpunkte seiner prominenten Klienten sowie seine eigenen Interessen durchzusetzen versteht. Raiolas Wege kreuzten sich in den letzten Jahren auch häufig mit Bundesligist Borussia Dortmund.

Der armenische Superstar Henrikh Mkhitaryan war der erste Mega-Transfer, der vom 54-jährigen Italiener zusammen mit dem BVB eingestielt wurde. 2013 wurde er für 27,5 Millionen Euro vom ukrainischen Branchenprimus Schachtar Donezk in die Bundesliga geholt. Drei Jahre später dann für 42 Millionen Euro an Englands Rekordmeister Manchester United weiterverkauft. 

Schon in dieser Zeit sollen sich der Dortmunder Klub und der Spieleragent intensiv kennengelernt haben. So sei einem Bericht der "Bild" zufolge eine Art Hassliebe zwischen den BVB-Bossen und dem Berater entstanden, der seine Anfänge übrigens in den frühen 1990er-Jahren vor allem in den Niederlanden hatte. Unter anderem war der viel beachtete Wechsel der niederländischen Fußball-Legende Dennis Bergkamp von Ajax Amsterdam zu Inter Mailand ein von Raiola eingefädelter Deal. 

Haaland-Deal: Raiola kassiert angeblich ab

Bei der Personalie Mkhitaryan soll es derweil lautstark und emotional zur Sache gegangen sein. Im Dortmunder Mannschafts-Hotel "L'Arrivé" sind im Jahr 2016 sogar Stühle durch den Verhandlungsraum geflogen, als es dem Italiener in den Gesprächen nicht schnell genug ging.

Seit dem letzten Jahr ist Mino Raiola beim BVB wieder omnipräsent. Als Berater von Superstar Erling Haaland sprach dieser im Winter 2020 ein entscheidendes Wort beim Karriereschritt des Norwegers von RB Salzburg zu Borussia Dortmund mit.

Knapp zwei Jahre später forciert Raiola jetzt einen erneuten Transfer seines derzeit begehrtesten Klienten. Vor allem, weil ihn dieser einen eigenen Berateranteil von geschätzt über zehn Millionen Euro einbringen könnte.

Mehr als Respekt zwischen BVB-Bossen und Mino Raiola?

Wie die "Bild" berichtete, ist die Beziehung zwischen den BVB-Bossen um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc und Mino Raiola auch gegenwärtig von einem ambivalenten Spannungsverhältnis geprägt.

Noch immer bereitet der Agent mit seinen teils haarsträubenden Transferforderungen Kopfzerbrechen unter den Dortmunder Entscheidern. Doch sollen diese dem Zeitungsbericht zufolge auch Sympathien für Raiola hegen, der sich in seinen Geschäften zwar überaus fordernd, aber unter dem Strich stets korrekt verhalten soll.   

"Fast schon freundschaftlich verbunden" sollen die Protagonisten mittlerweile sogar sein, es herrsche mehr als Respekt zwischen der Vereins- und Beraterseite. Spätestens, wenn die Verhandlungen mit Superstar Erling Haaland im kommenden Winter in die entscheidende Phase gehen, könnte sich diese Beziehung aber erneut als äußerst fragil erweisen.

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