Vor vier Jahren, im Juli 2017, schien eine neue Ära im Frauen-Tennis zu beginnen. Garbine Muguruza, eine in Venezuela geborene Spanierin, schickte sich an, das Kommando zu übernehmen. Die 1,82 große Athletin landete in Wimbledon den ganz großen Coup und war wenig später die neue Nummer eins der Welt.
Ein Jahr zuvor hatte sie schon die French Open gewonnen und damit nachgewiesen, auf unterschiedlichen Belägen die ganz großen Trophäen abräumen zu können - doch nach ihrem bisher größten Triumph auf dem "heiligen Rasen" wurde es stiller um Muguruza, die 2019 aus den Top 30 der Weltrangliste herausrutschte.
Spätestens jetzt ist die "taffe Olle mit Bumms", wie Andrea Petkovic ihre Trainingspartnerin liebevoll beschreibt, wieder in aller Munde. Als erste Spanierin gewann die heute 28-Jährige das WTA-Saisonfinale. Sie setzte sich in Guadalajara/Mexiko gegen die Estin Anett Kontaveit mit 6:3, 7:5 durch und strahlte anschließend übers ganze Gesicht.
"Es zeigt, dass wir das Richtige tun"
"Ich bin einfach nur glücklich, dass ich mir aufs Neue bewiesen habe, dass ich die Beste sein kann, die Maestra, wie man auf Spanisch sagt", meinte Muguruza. Sie wird das Jahr wohl als drittbeste Tennisspielerin der Welt beenden.
Für die von Conchita Martinez gecoachte Spielerin ist es der krönende Abschluss einer Comeback-Saison. Nach drei Jahren jenseits der Top 10 hatte sie auch die Turniere in Dubai und Chicago gewonnen. "Das bringt mich für nächstes Jahr in eine gute Position und gibt mir Energie", sagte sie: "Mein Team und ich haben hart gearbeitet, das zahlt sich aus. Und es zeigt, dass wir das Richtige tun."
Vor ihr hatte es aus Spanien nur Arantxa Sanchez Vicario ins Endspiel der WTA-Finals geschafft. Dort zog sie 1993 im Madison Square Garden von New York gegen Steffi Graf den Kürzeren.





