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Pogacar gewinnt "La Doyenne" - Schachmann fehlt der Punch

Tadej Pogacar hat den Klassiker gewonnen
Tadej Pogacar hat den Klassiker gewonnen
Foto: © Vincent Kalut via www.imago-images.de
25. April 2021, 17:09

Maximilian Schachmann kann bei Lüttich-Bastogne-Lüttich nicht ganz im Kampf um den Sieg mitmischen, überzeugt beim Triumph von Tadej Pogacar aber als Neunter.

Maximilian Schachmann zog den Sprint zum perfekten Zeitpunkt an, hatte nach fast sieben Stunden und 260 Kilometern Schwerstarbeit die Nase knapp vorne - doch leider ging es dabei nur noch um Platz neun. Der deutsche Radstar hat auch beim Uralt-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich eine ganz starke Vorstellung geboten und zum Abschluss der Ardennen-Trilogie wieder die Top 10 erreicht - zu einem Podestcoup wie vor zwei Jahren langte es aber diesmal nicht.

Während der slowenische Tour-Sieger Tadej Pogacar seinen ersten Klassiker-Triumph im Sprint einer kleinen Favoritengruppe feierte, hatte Schachmann eben jener Gruppe in der Schlussphase nicht ganz folgen können. Trotz beherzter Aufholjagd konnten die Jäger um Schachmann nicht mehr nach vorne aufschließen.

Lediglich neun Sekunden betrug im Ziel der Rückstand einer Verfolgergruppe, deren Spurtsieger der 27 Jahre alte Berliner vom Team Bora-hansgrohe unbedingt noch sein wollte. Nach einem harten Frühjahr mit zuletzt zwei immens fordernden Rennen beim Amstel Gold Race (Platz drei) und beim Fleche Wallonne (Platz zehn) hatte Schachmann im Kampf gegen die besten Klassikerfahrer der Welt an den letzten Steigungen zuvor der letzte Punch gefehlt.

In einem packenden Finale bei der 107. Auflage des ältesten Eintagesrennens der Welt setzte sich der 22 Jahre alte Pogacar knapp vor Frankreichs Weltmeister Julian Alaphilippe durch, der am Mittwoch den "Fleche" gewonnen hatte. "Mir fehlen die Worte, ich liebe dieses Rennen", sagte der junge Überflieger, der seinen Landsmann Primoz Roglic beerbte - der Titelverteidiger erreichte in der Schachmann-Gruppe ins Ziel.

Ardennen-König Alejandro Valverde aus Spanien kam hinter dem Franzosen David Gaudu auf Platz vier und verpasste an seinem 41. Geburtstag die Chance, durch seinen fünften Sieg zu Rekordgewinner Eddy Merckx aufzuschließen. Schon bei seinem vierten Triumph vor vier Jahren war Valverde zum ältesten Sieger in der Geschichte von "La Doyenne" geworden.

Für Schachmann, der seinen dritten Platz von 2019 "gerne wiederholen oder sogar toppen" wollte, wie er gegenüber radsportnews.com ankündigte, beginnt mit dem Ende der Frühjahrssaison nun die Konzentration auf das olympische Straßenrennen, in dem er sich Medaillenchancen ausrechnet. "Der Kurs in Tokio hat ein Klassikerprofil und könnte mir liegen", sagte Schachmann der "Sport Bild".

Nach harten ersten Saisonmonaten mit der erfolgreichen Titelverteidigung bei Paris-Nizza als Höhepunkt fährt Schachmann die Rennbelastung nun runter, verzichtet auch auf den Start bei der Tour de France unmittelbar vor Olympia. Vor Tokio steht nur noch die Tour de Suisse im Juni als Formcheck auf dem Programm.

"Und ich will auch im Herbst noch in guter Form sein", sagte Schachmann. Nach Olympia warten nämlich bei der Vuelta, der WM oder der Lombardei-Rundfahrt noch weitere Höhepunkte, die ihm liegen dürften.

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