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Jarno Trulli fuhr einst mit dem Spanier im Renault

Ex-Kollege verrät: Alonso betreibt "Psychospielchen"

Fernando Alonso konnte das Renault-Team damals auf seine Seite holen
Fernando Alonso konnte das Renault-Team damals auf seine Seite holen
Foto: © MST
15. April 2021, 09:24

Mit Interesse verfolgt Jarno Trulli das Formel-1-Comeback von Fernando Alonso bei Alpine. Der Italiener war zwei Jahre selbst Teamkollege von Alonso, als das Team noch Renault hieß und kurz vor seiner erfolgreichsten Zeit stand.

Weltmeister war Alonso noch nicht, doch er konnte das Team von Flavio Briatore langsam aber sicher auf seine Seite ziehen. Trulli selbst musste 2004 vorzeitig gehen.

"Fernando ist einer dieser Fahrer, die Psychospielchen und Politik betreiben", sagt er im Podcast "Beyond the Grid". Der Italiener weiß aber auch, dass das zu einem Spitzenfahrer dazugehört, der immer der Beste im Team und die Nummer 1 sein möchte. "Daher mache ich ihm keinen Vorwurf."

Trulli selbst habe diese Spielchen nicht gespielt: "Ich bin nicht wie er. Ich möchte mich immer mit Ergebnis beweisen, nicht mit Politik. Aber vermutlich war das einer meiner Fehler", sagt er im Nachhinein.

"Er hat nichts anderes im Kopf, außer zu fahren"

Denn obwohl er 2004 den einzigen Sieg für Renault geholt hatte und auch punktetechnisch vor Alonso lag, wurde er vor Saisonende von Teamchef Briatore rausgeschmissen. Als Auslöser gilt der Frankreich-Grand-Prix, bei dem sich Trulli wenige Meter vor Ende noch den Podestplatz hatte abluchsen lassen.

In die Punkte fuhr der Italiener danach nicht mehr, was er auch daran festmachte, dass das Team Alonso bevorzugt hätte. "Er hat immer versucht, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, aber das muss man von einem Spitzenfahrer auch erwarten", sagt Trulli. "Er möchte all die Aufmerksamkeit für sich."

Daher hat der ehemalige Formel-1-Pilot auch keinen Zweifel daran, dass sein Ex-Teamkollege ein erfolgreiches Comeback feiern wird - auch mit 40 Jahren. "Er ist zehn Jahre jünger als ich, das ist schon einmal gut für ihn", lacht Trulli. "Aber im Gegensatz zu mir möchte er in seinem Kopf immer noch fahren." Das sei ihm in einem persönlichen Gespräch aufgefallen.

"Er hat nichts anderes im Kopf, außer zu fahren. Ich kann ihn bei seinem Vorhaben nicht scheitern sehen. Er ist in großartiger Form", lobt er. Die Fragezeichen rund um den Erfolg sind bei ihm nicht über Alonso, sondern über dem Auto. "An Fernando zweifle ich nicht, einfach weil ich sehen konnte, dass er noch extrem motiviert ist."

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

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