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BVB-Wunderkind zuletzt nur Bankdrücker

Darum ist der Hype um Youssoufa Moukoko abgeflaut

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12. März 2021, 15:34

Youssoufa Moukoko gehört bei Borussia Dortmund die Zukunft. Ganz Fußball-Deutschland fieberte Ende 2020 dem Bundesliga-Debüt des 16-Jährigen entgegen. Wenig später gelang ihm sein erstes Profi-Tor. Mittlerweile ist es um das BVB-Wunderkind ruhiger geworden. Wo ist der Hype hin? Und gehört Moukoko bald auch die Gegenwart?

Wenn es darauf ankommt, war Youssoufa Moukoko in den vergangenen Wochen nur selten im Mittelpunkt.

In den beiden Spielen des Champions-League-Achtelfinals gegen Sevilla etwa. Oder beim Topspiel gegen den FC Bayern. Oder beim so brisanten Pokalspiel gegen Gladbach. Moukoko saß in all diesen Partien auf der Bank, immer vom An- bis zum Abpfiff.

BVB-Trainer Edin Terzic vertraute, als es gegen, so Abwehrchef Mats Hummels, "drei absolute Kracher" ging, stets anderen. Natürlich setzte Terzic in erster Linie auf Erling Haaland, den Dortmunder Torgaranten. Doch er setzte auch auf Steffen Tigges oder auf Leihgabe Reinier, wenn es darum ging, frische Kräfte in der Schlussphase zu bringen.

Für Moukoko blieb nicht einmal die Teilzeitarbeit, die er zuvor überwiegend verrichtet hatte. Als Joker erzielte der Junioren-Nationalspieler bislang immerhin zwei Tore in zwölf Liga-Einsätzen. Warum lässt Terzic den jüngsten Bundesliga-Torschützen aller Zeiten also nicht mehr von der Leine?

BVB: Warum Tigges statt Moukoko gegen FC Bayern?

Gerade die Einwechslung von Tigges beim Stand von 2:2 gegen den FC Bayern überraschte den einen oder anderen Beobachter.

Der Kapitän der U23-Mannschaft des BVB stand in den Spielen zuvor nicht einmal im Kader - und kam bis dato in der Liga auf ganze 17 Minuten Einsatzzeit (und kein Tor). Und doch sollte der mittlerweile mit einem Profivertrag ausgestattete 22-Jährige ausgerechnet in München für Torgefahr sorgen, als Haaland nach 60 Minuten aus Schonungsgründen Feierabend hatte. 

Tigges' Vorteil in München gegenüber Moukoko war wohl überwiegend den physischen Voraussetzungen beider Spieler geschuldet. Mit seinen 1,93 Metern Länge sollte der gebürtige Osnabrücker vorne die Bälle festmachen und so für Entlastung sorgen.

Terzics Plan ging aber nicht auf, da Tigges gegen die Bayern-Defensive auf verlorenem Posten stand und sich das Spiel wieder in die Dortmunder Hälfte verlagerte. Ob die Schlussphase, als der FC Bayern noch einen 4:2-Sieg herausschoss, mit der Einwechslung von Moukoko anders gelaufen wäre, ist natürlich reine Spekulation.

Anfangszeit beim BVB für Moukoko "schwierig"

Ein weiterer Grund dafür, dass Moukoko zuletzt immer weniger zum Zug kam, ist der immense Druck, der auf den Schultern des 16-Jährigen lastet. Dieser kommt nicht nur von außen. Das Top-Talent selbst gibt ebenfalls hohe Erwartungen vor.

"Ich habe gesehen, wie sehr Youssoufa sich dann doch unter Druck gesetzt fühlte. In den ersten Spielen hatte ich nicht den Eindruck, dass er der ist, den man aus dem Nachwuchs kennt", bekannte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke im Januar gegenüber dem "kicker". Die ersten Wochen bei den Profis seien "schwierig" für Moukoko gewesen.

Denn: Der Hochbegabte musste gleich zu Beginn häufiger als geplant Tormaschine Haaland ersetzen, der wegen seines Muskelfaserrisses eine (letztlich zu) große Lücke hinterließ. Anders als noch in der U19-Liga, wo Moukoko seine Gegner in Grund und Boden schoss, platzte der Tor-Knoten in der ersten Mannschaft erst im sechsten Spiel, 27 Tage nach seinem Debüt.

BVB: Youssoufa Moukoko zur U21-EM?

Große Sorgen macht man sich in Dortmund nach Moukokos überschaubar erfolgreichem Start nicht. Angesichts seines unbestrittenen Talents, aber auch wegen des "tadellosen" und "sehr ernsthaften" Auftretens werde der Youngster "seinen Weg machen, das ist keine Frage", stellte Watzke klar.

Die nächsten Bewährungsproben für Moukoko werden wohl schon bald folgen. Vor dem Punktspiel des BVB gegen Hertha BSC am Samstag (18:30 Uhr) bestätigte Sportdirektor Michael Zorc, dass der BVB eine Nominierung Moukokos für die am 24. März startende U21-Europameisterschaft begrüßen würde. "Er hat in seinen Kurzeinsätzen gezeigt, dass er viel Qualität mitbringt", so Zorc, der Gespräche mit DFB-Coach Stefan Kuntz wegen Moukoko bestätigte.

Und auch gegen Hertha könnte der Deutsch-Kameruner, der in 32 U19-Partien für den BVB sagenhafte 51 Tore erzielt hatte, wieder eine Option sein. Die Beine der Dortmunder Stammspieler dürften nach den "Krachern" schließlich deutlich schwerer geworden sein.

Gut möglich, dass Terzic daher auf gleich mehreren Positionen durchwechselt. Vielleicht steht dann auch Youssoufa Moukoko wieder mehr im Mittelpunkt als zuletzt.

Gerrit Kleiböhmer

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