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Wichtiger Treffer gegen Augsburg

"Besser geht's nicht": Agu wird Werders Matchwinner

Felix Agu traf bei seinem Startelf-Debüt
Felix Agu traf bei seinem Startelf-Debüt
Foto: © nordphoto.GmbH / Kokenge via www.imago-images.de
16. Januar 2021, 18:19

Werder Bremen hat nach einer Durststrecke im Weserstadion die Kurve bekommen. Zwei späte Tore bescherten ein 2:0 (0:0) gegen den FC Augsburg.

Ein lautes "Jaaaa" hallte durch das Weserstadion, Florian Kohfeldt geizte nicht mit Umarmungen. Vor allem Felix Agu drückte der Trainer von Werder Bremen fest an sich. Ausgerechnet sein Lieblingsschüler hatte bei seinem Startelfdebüt den 2:0 (0:0)-Sieg gegen den FC Augsburg ermöglicht - und die monatelange Durststrecke in der eigenen Arena beendet.

"Es war lange ein Kampfspiel", sagte Außenverteidiger Theodor Gebre Selassie, der mit seinem späten Treffer (84.) den Grundstein zum ersten Heimsieg seit dem 3. Oktober (1:0 gegen Arminia Bielefeld) gelegt hatte, bei "Sky": "Wir wussten, dass unsere Chancen kommen."

Matchwinner war der 21-jährige Agu, dem Kohfeldt zuletzt "wirklich sehr viel Potenzial" bescheinigt hatte. Nur drei Bundesliga-Kurzeinsätze über insgesamt 91 Minuten hatte der Nachwuchsspieler zuvor bestritten, gegen Augsburg durfte er erstmals als Linksverteidiger von Beginn an ran - mit durchschlagendem Erfolg. Erst bereitete er das 1:0 vor, dann traf er selbst (87.). "Besser geht's nicht", sagte Agu, "ich habe mich riesig gefreut."

Dank des Mutmachers nach drei Heimniederlagen in Folge hat Werder ein kleines Polster auf die Abstiegsplätze aufgebaut. Der FCA ließ die Chance auf den dritten Auswärtssieg nacheinander aus. Torhüter Rafal Gikiewicz war stinksauer auf seine Teamkollegen: "Wir verlieren ein wichtiges Spiel, und die lachen auf dem Platz." Nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte war der Bremer Sieg nicht unverdient, Werder rückt bis auf einen Punkt an den FCA (20) heran.

Werder Bremen in Durchgang zwei stärker

Beide Mannschaften lieferten sich eine zähe Anfangsphase ohne Höhepunkte. Die Bremer überließen zunächst den Gästen viel Ballbesitz und zogen sich weit zurück. Auch die Angreifer Davie Selke und Joshua Sargent attackierten erst in der eigenen Spielhälfte, um Augsburg keine Räume fürs Tempospiel anzubieten.

Heiko Herrlichs Team hatte zunächst Probleme, zu Abschlüssen zu kommen, bis Werders Marco Friedl sich einen katastrophalen Querpass vor dem eigenen Tor leistete und FCA-Stürmer Andre Hahn letztlich ohne Konsequenzen einlud (18.).

Ansonsten stand die Bremer Defensive im ersten Durchgang ganz ordentlich, doch was Kohfeldts Mannschaft lange in der ersten Hälfte offensiv anbot, war schwer enttäuschend. Ein letztlich ungefährlicher Kopfball von Gebre Selassie (32.) war der erste echte Abschluss, Gikiewicz schnappte sich den Ball ohne Probleme. Doch auch die Intensität der Gäste-Aktionen ließ nach, das Spiel war bis zur Pause schwach.

Den zweiten Durchgang begannen die Grün-Weißen energischer, Jean-Manuel Mbom verpasste bei einem Vorstoß aber zunächst den richtigen Moment für den Torschuss (48.). Auch Augsburg meldete sich direkt mit einem Kopfball von Hahn bei Werder-Keeper Jiri Pavlenka an (50.), doch die Hausherren waren nun aktiver.

Die Bremer liefen die Augsburger Defensive früher an und erarbeiteten sich Freistöße auf den Halbpositionen. Bevor Sargent bei der bis dato besten Chance der Bremer per Flachschuss am Bein von Gikiewicz scheiterte (64.), besaß der FCA durch den aufgerückten Verteidiger Reece Oxford eine gute Kopfballchance (63.).

Die Rollen hatten sich mit Beginn der Schlussphase umgekehrt, Werder wollte mehr als den Punkt, Augsburg konzentrierte sich aufs Verteidigen.

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