Bei ungemütlichen Bedingungen am Eröffnungstag der French Open hat Aufsteiger Dominik Koepfer souverän gewonnen, Anna-Lena Friedsam schied aus. Angelique Kerber schlägt am Montag auf.
Die Topstars mosern, Trainingsanzüge kommen als Spielkleidung in Mode und auch die deutschen Profis kämpfen mit der Kälte: Die grenzwertigen Bedingungen haben am Eröffnungstag der French Open für reichlich Wirbel gesorgt.
Während Aufsteiger Dominik Koepfer seinen Job im ungemütlichen Pariser Herbst dennoch mit Köpfchen löste, donnerte Anna-Lena Friedsam frustriert den Schläger nach ihrer Erstrundenniederlage in die Tasche.
Die frühere Weltranglistenerste Angelique Kerber greift am Montag neben vier weiteren deutschen Akteuren ins Geschehen ein.
Die 32-Jährige aus Kiel kann sich auf ziemliche "taffe Bedingungen" einstellen. Es ist ungemütlich in Roland Garros, kühl, eine steife Brise wehte über die Anlage. Koepfer kam damit klar und bestätigte mit dem letztlich ungefährdeten 6:2, 3:6, 6:1, 6:1-Sieg gegen den Franzosen Antoine Hoang seinen Aufstieg zum Hoffnungsträger des Deutschen Tennis Bundes.
In der zweiten Runde wartet nun mit Stan Wawrinka (Schweiz/Nr. 16) oder Andy Murray (Großbritannien) ein Grand-Slam-Champion auf den 26-Jährigen aus Furtwangen.
French Open: Friedsam hadert mit Erstrunden-Pleite
Friedsam haderte dagegen nach ihrer 2:6, 6:2, 3:6-Niederlage gegen Aliaksandra Sasnovich aus Belarus mit ihrer Leistung und den Bedingungen: "Ich kann mich kaum erinnern, dass es mal so war im Laufe meiner Karriere." Es sei alles andere als einfach gewesen, bei den zwar regulären, aber "grenzwertigen Bedingungen" ihr Spiel umzusetzen.
Friedsam hatte sich in ihrem normalen Spieloutfit auf die rote Asche getraut - womöglich die falsche Wahl. Viele Spieler gingen nach dem Zwiebelprinzip vor - die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Victoria Azarenka trieb es auf die Spitze.
Sie bestritt ihr Auftaktmatch erfolgreich mit Leggins und Trainingsjacke und äußerte danach die Sorge, dass die äußeren Umstände zu einer größeren Verletzungsgefahr führen könnten.
"Wenn du bei acht Grad spielst, ist es ziemlich hart"
"Ich glaube schon. Wenn du bei acht Grad spielst, ist es ziemlich hart", sagte die 31-Jährige, die während einer kurzen Regenunterbrechung schimpfte, nicht wie eine "Ente" auf dem Platz sitzen bleiben zu wollen. "Ich lebe in Florida, das hier ist ein bisschen lächerlich", sagte sie zu der Supervisorin.
Auch Topfavoritin Simona Halep (Rumänien), die sich ebenfalls keine Blöße gab, sagte trotz des eingesetzten neuen Daches über dem Court Philipp Chatrier, dass es für sie ungewohnt frisch gewesen sei.
Dennoch brennen die weiteren, bisher noch nicht aktiven deutschen Profis auf ihre ersten Auftritte bei dem Turnier, das aufgrund der Corona-Pandemie in den Herbst verlegt worden war und nur 1000 Zuschauer pro Tag auf die Anlage lassen darf.
Neben Kerber schlagen auch Andrea Petkovic, Tatjana Korpatsch, Jan Lennard Struff (Nr. 30) und Qualifikant Daniel Altmaier am Montag auf.





