Alexander Zverev hat erstmals in dieser Saison auf Rasen gewonnen, zum deutschen Duell mit Philipp Kohlschreiber kommt es im Achtelfinale in Halle aber nicht.
Zverev schüttelte immer wieder den Kopf und blickte hilfesuchend zu Coach Ivan Lendl - dennoch reckte Deutschlands Spitzenspieler am Ende jubelnd die Faust in die Höhe.
Vier Tage nach der Auftaktniederlage in Stuttgart und seinem Stolperstart in die Rasensaison siegte der Weltranglistenfünfte in der ersten Runde des ATP-Turniers in Halle/Westfalen gegen den Niederländer Robin Haase nach 1:45 Stunden mit 6:4, 7:5.
"Ich bin froh, dass ich weiter bin", sagte Zverev nach dem harten Kampf und lobte seinen Gegner: "Ich wusste, dass er sehr gutes Tennis spielen kann."
Im Achtelfinale hat der 22-Jährige noch viel Luft nach oben, auf das deutsche Generationen-Duell müssen die Fans bei den Noventi Open dann aber verzichten. Statt auf Philipp Kohlschreiber (35) trifft Zverev nun auf den US-Amerikaner Steve Johnson.
Noch am Sonntag hatte der Hamburger betont, er habe die Umstellung von Sand auf Gras gut bewältigt - trotz der frühen Niederlage gegen seinen Landsmann und Rasenspezialisten Dustin Brown in Stuttgart. Gegen Haase hatte Zverev dennoch große Mühe.
Der Niederländer leistete zunächst ordentliche Gegenwehr, dann gelang Zverev mit zwei wunderbaren Passierschlägen das Break zum 3:2. Sogar von seinem stoischen Trainer Lendl auf der Tribüne erntete er anerkennendes Nicken.
Doch fehlte Zverev es gegen den anschließend ebenfalls selten überzeugenden Haase an Konstanz und der nötigen Konzentration. Zu viele einfache Fehler brachten den 22-Jährigen zudem immer wieder aus dem Rhythmus und bisweilen an den Rand der Verzweiflung.
Immer noch viel Luft nach oben
Erst als im zweiten Durchgang beim Stand von 3:5 der Satzverlust drohte, drehte Zverev mit seiner starken Vorhand auf. Mit einem lauten Jubelschrei kommentierte er den Volley zum vorentscheidenden Break zum 6:5.
Auch bekam der deutsche Spitzenspieler seine Probleme beim Aufschlag im Vergleich zum Auftritt in der Schwabenmetropole etwas besser in den Griff. Unterliefen ihm gegen Brown noch 14 Doppelfehler, waren es gegen Haase nur noch sieben. Allerdings kamen trotz zwölf Assen bei Zverev auch nur 61 Prozent seiner ersten Aufschläge.
Am Dienstag greifen bei dem mit 2.219.150 Euro dotierten Rasenturnier in Ostwestfalen, das traditionell zur Vorbereitung auf das Grand-Slam-Highlight in Wimbledon (1. bis 14. Juli) dient, auch Jan-Lennard Struff, Qualifikant Mats Moraing und die beiden Wildcard-Inhaber Rudi Molleker und Peter Gojowczyk ins Geschehen ein.
Der topgesetzte Roger Federer (Schweiz) ist gegen John Millman (Australien) im Einsatz.












