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Wachablösung in der DEL

Sieg im OT-Thriller! Adler entthronen Red Bull München

Die Adler Mannheim sind Deutscher Meister 2019
Die Adler Mannheim sind Deutscher Meister 2019
Foto: © getty, Christian Kaspar-Bartke
26. April 2019, 22:38
sport.de
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Nach einem Eishockey-Krimi haben die Adler Mannheim den Serienmeister Red Bull München vom Thron gestoßen und sich selbst den achten Titel gesichert. Der Hauptrundensieger bezwang den Titelverteidiger im fünften Playoff-Finale der Deutschen Eishockey Liga mit 5:4 (2:0, 2:2, 0:2, 1:0) nach Verlängerung und verwandelte gleich den ersten Matchball.

Der DEL-Silberpokal kehrt damit nach drei Jahren in München nach Mannheim zurück. Allerdings mussten die Adler nach einer 3:0- und 4:1-Führung noch zittern: Thomas Lakin schoss die Gastgeber vor 13.600 Zuschauern in der SAP Arena erst in der 14. Minute der Verlängerung zum entscheidenden vierten Sieg.

"München hat wirklich stark gespielt, deshalb standen die seit drei Jahren vorne", sagte Mannheims Olympia-Kapitän Marcel Goc bei "Sport1": "Wir waren zwischendurch zu sicher und zu passiv, aber am Ende haben wir es verdient. Wir haben einen langen Weg hinter uns, es lief nicht immer so, wie wir uns das vorgestellt haben. Jetzt bin ich sehr stolz auf die Jungs. Hauptsache, wir haben das Spiel gewonnen."

Münchens Trainer Don Jackson gratulierte den Mannheimern: "Sie haben es verdient zu gewinnen."

Zunächst war für die Gastgeber alles nach Plan gelaufen: Marcel Goc, Kapitän der Silberhelden bei Olympia 2018, brachte sein Team mit seinem ersten Playoff-Treffer in Führung (6.), dann bereitete er das 2:0 durch Cody Lampl mustergültig vor (12.). Matthias Plachta erhöhte zu Beginn des zweiten Drittels (24.).

Adler phasenweise wie im Rausch

Zunächst verkürzte Trevor Parks in Überzahl für die Gäste (26.), dann schien das Spiel nach dem 4:2 durch Tommi Huhtala entschieden (31.). Die Adler, die nach der unglücklichen 1:2-Heimniederlage nach Verlängerung zum Auftakt die Finalserie mit drei Siegen und 11:1 Toren an sich gerissen hatten, spielten phasenweise wie im Rausch und hätten noch deutlicher führen können.

"Das ist eine geölte Maschine, die da läuft", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke bei "Magenta Sport" über die Mannheimer. Von einem "Eishockey-Fest" schwärmte DEB-Präsident Franz Reindl.

Dann kämpften sich die Münchner durch Tore von Andreas Eder (38.), Patrick Hager (46.) und Yasin Ehliz (48.) zurück. Den ersatzgeschwächten Münchnern, denen fünf Stammspieler verletzt fehlten, waren die Strapazen der vorangegangenen Playoff-Runden gar nicht anzumerken: Das Team von Rekordtrainer Don Jackson hatte 330 Minuten mehr spielen müssen, um ins Finale einzuziehen.

Gross bejubelt seinen ersten Titel

Erstmals fand das Team der vergangenen Jahre auch ein Rezept gegen Mannheims Nationaltorwart Dennis Endras, an dem es sich zuvor die Zähne ausgebissen hatte. Der 33-Jährige, der beim 4:0 am Mittwoch seinen vierten Shutout in den Playoffs verbucht und den DEL-Rekord des Münchners Boris Rousson von 2000 eingestellt hatte, war plötzlich nicht mehr unbezwingbar.

Für Mannheims Coach Pavel Gross ist der erste Meistertitel hinter der Bande auch ein persönlicher Sieg: Im vierten Finalduell mit Jackson setzte sich der gebürtige Tscheche erstmals durch. Mit seinem Ex-Klub Grizzlys Wolfsburg hatte er gegen den Amerikaner, der schon achtmal Meister war, stets den kürzeren gezogen. Als Spieler hatte Gross mit den Adlern dreimal in Folge den Silberpokal gewonnen. Jetzt erfüllte der 50-Jährige seinen Auftrag sofort im ersten Jahr als Mannheimer Coach.


Mehr dazu: Die DEL-Meister zum Durchklicken


Für Jackson, der schon mit den Eisbären Berlin fünfmal triumphiert hatte, ging eine außergewöhnliche Serie zu Ende: Nach elf siegreichen Playoff-Runden in Folge verlor der 62-Jährige mit den Münchnern zum ersten Mal wieder. Ein erneuter Titelgewinn blieb auch DEL-Rekordtorjäger Michael Wolf zum Abschied verwehrt. Der 38-Jährige beendet seine Karriere mit 327 Toren in 14 Spielzeiten. Im Finale ging der Ex-Nationalspieler leer aus.

Adler Mannheim - Red Bull München 5:4 (2:0, 2:2, 0:2, 1:0) n.V.
Tore: 1:0 Goc (05:37), 2:0 Lampl (11:48), 3:0 Plachta (23:01), 3:1 Parkes (25:17), 4:1 Huhtala (30:09), 4:2 A. Eder (38:27), 4:3 Hager (45:42), 4:4 Ehliz (47:29), 5:4 Larkin (73:37)
Zuschauer: 13.600
Strafminuten: München 12 - Mannheim 16
Playoff-Endstand: 4:1

 

44. Spieltag
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Kölner Haie
Kölner Haie
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1
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1
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Löwen Frankfurt
Löwen Frankfurt
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4
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Di, 27.01.
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Augsburger Panther
Augsburger Panther
Augsburg
2
0
1
1
Eisbären Berlin
Eisbären Berlin
Berlin
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Fischtown Pinguins
Fischtown Pinguins
Bremerhaven
2
0
1
1
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Grizzlys Wolfsburg
Grizzlys Wolfsburg
Wolfsburg
3
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1
1
1
19:30
Di, 27.01.
n.V.
Beendet
ERC Ingolstadt
ERC Ingolstadt
Ingolstadt
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3
1
Dresdner Eislöwen
Dresdner Eislöwen
Dresden
1
1
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19:30
Di, 27.01.
Beendet
Iserlohn Roosters
Iserlohn Roosters
Iserlohn
1
0
1
0
Adler Mannheim
Adler Mannheim
Mannheim
2
1
0
1
19:30
Di, 27.01.
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Straubing Tigers
Straubing Tigers
Straubing
3
1
1
1
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg
1
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0
1
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Schwenninger Wild Wings
Schwenninger Wild Wings
Schwenni.
3
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EHC München
EHC München
München
1
1
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19:30
Di, 27.01.
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#MannschaftMannschaftSp.SOTPENOTPEToreDiff.Pkt.
1Kölner HaieKölner HaieKölner Haie443103811168:11256101
2Adler MannheimAdler MannheimMannheim4426131121156:1045289
3ERC IngolstadtERC IngolstadtIngolstadt4425321400176:1225485
4EHC MünchenEHC MünchenMünchen4425211312149:1113884
5Straubing TigersStraubing TigersStraubing4426111510153:1233083
6Fischtown PinguinsFischtown PinguinsBremerhaven4420311811137:136170
7Eisbären BerlinEisbären BerlinBerlin4417421722143:140367
8Grizzlys WolfsburgGrizzlys WolfsburgWolfsburg4418201833132:123964
9Nürnberg Ice TigersNürnberg Ice TigersNürnberg4417202113138:147-959
10Schwenninger Wild WingsSchwenninger Wild WingsSchwenni.4416032230122:135-1357
11Augsburger PantherAugsburger PantherAugsburg4412321953124:154-3054
12Iserlohn RoostersIserlohn RoostersIserlohn4411322512106:140-3446
13Löwen FrankfurtLöwen FrankfurtFrankfurt4411202623106:169-6342
14Dresdner EislöwenDresdner EislöwenDresden44511334086:180-9423
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#NamePenaltyTore
1Eisbären BerlinLiam Kirk030
2ERC IngolstadtRiley Barber026
Kölner HaiePatrick Russell026
4Nürnberg Ice TigersSamuel Dove-McFalls022
5Straubing TigersNick Halloran020