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Schwaben am Tiefpunkt

Spuck-Attacke, Fan-Wut: Beim VfB liegen die Nerven blank

VfB-Profi Ascacíbar (Mitte) ließ sich kaum bändigen
VfB-Profi Ascacíbar (Mitte) ließ sich kaum bändigen
Foto: © getty, Matthias Hangst
14. April 2019, 10:35

Beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart wird durch das verdiente 0:1 gegen Bayer Leverkusen die Lage immer prekärer. Die Nerven bei den Schwaben liegen blank.

Eine hässliche Spuckattacke von Santiago Ascacíbar, aufgebrachte Fans, die gegen den Präsidenten wüten, und ein angezählter Trainer mit einer verheerenden Bilanz: Das verdiente 0:1 (0:0) gegen Bayer Leverkusen hat die ohnehin schon angespannte Lage beim krisengeplagten VfB Stuttgart noch einmal erheblich verschärft. Die Nerven bei den Schwaben liegen vor dem Abstiegs-"Endspiel" am kommenden Samstag (15:30 Uhr) beim FC Augsburg blank.

Bezeichnend war der dumme Aussetzer von Ascacíbar, der in der Nachspielzeit Bayer-Jungstar Kai Havertz anspuckte und Rot sah. "Das geht natürlich gar nicht", sagte ein verärgerter VfB-Coach Markus Weinzierl, "er hat der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. Er muss seine Emotionen im Griff haben."

Das hatte der argentinische Heißsporn aber selbst nach seinem Platzverweis nicht, als er völlig ausflippte und auch noch versuchte, Havertz ins Gesicht zu schlagen. Nur das beherzte Eingreifen von Schiedsrichter Tobias Stieler verhinderte Schlimmeres.

Völler: "Die Stuttgarter haben schon genug Probleme"

"Solche Leute braucht man in der Bundesliga nicht", sagte Bayer-Angreifer Kevin Volland bei "Sky" in aller Deutlichkeit über Ascacíbar (22). Für Leverkusens Trainer Peter Bosz war dies "das Schlimmste, was man machen kann". Nur Bayer-Sportgeschäftsführer Rudi Völler, bei der WM 1990 selbst Spuck-Opfer, wollte mit weiterer Kritik "nicht noch mehr provozieren, die Stuttgarter haben schon genug Probleme".

In der Tat. Der Ausraster von Ascacíbar, dem ein empfindliche Strafe droht, war der Tiefpunkt eines Nachmittags zum Vergessen für den angeschlagenen, biederen und harmlosen VfB. Nach dem erneuten Rückschlag in der entscheidenden Phase des Abstiegskampfes mussten sich die Profis heftige Pfiffe der Fans gefallen lassen. Für die VfB-Anhänger ist aber vor allem Präsident Wolfgang Dietrich der Schuldige an der Misere: Vehement forderten sie zum wiederholten Male dessen sofortigen Abgang.

Die Fans des VfB Stuttgart haben eine klare Meinung
Die Fans des VfB Stuttgart haben eine klare Meinung

Da kann Sportvorstand Thomas Hitzlsperger mit der jüngsten Verpflichtung von Sportdirektor Sven Mislintat noch so sehr die Zukunft des Traditionsvereins planen - die Gegenwart sieht sehr düster aus.

Weinzierl: "Offensiv war das zu wenig"

Weinzierl, der wohl spätestens nach Saisonende gehen muss, kann der verunsicherten Mannschaft auch weiterhin nicht die gewünschten Impulse geben. Nur vier Siege in 21 Ligaspielen und nur einer aus den letzten 14 Partien, dafür 14 (!) Niederlagen sprechen Bände. Nur noch drei Punkte beträgt der Abstand auf den Tabellen-17. 1. FC Nürnberg.

Entsprechend konsterniert war der ratlos wirkende Coach nach der erneuten Pleite. "Wir haben es defensiv ganz ordentlich gemacht, aber das reicht alleine nicht. Offensiv war das zu wenig", sagte Weinzierl.

Es passte ins Bild, dass ausgerechnet Routinier Gonzalo Castro ("Die Niederlage geht klar auf meine Kappe") mit einer völlig unnötigen Attacke gegen Volland das Spiel entschied. Havertz (19) verwandelte in seinem 100. Pflichtspiel für Bayer (24 Tore, 22 Vorlagen) den fälligen Elfmeter (64.) cool und bescherte Bayer nach drei Niederlagen im Kampf um den Europacup das erwünschte Erfolgserlebnis - und Völler einen schönen 59. Geburtstag.

Von einem Erfolgserlebnis ist der VfB in dieser Form meilenweit entfernt. "Wenn wir es irgendwie schaffen wollen, die Liga noch direkt zu halten, müssen wir in Augsburg unbedingt gewinnen", sagte Torwart Ron-Robert Zieler: "Das ist ein brutal wichtiges Spiel." Bei einer erneuten Pleite droht eine weitere Eskalation der Lage.

 

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