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Verlieren verboten: BVB kämpft um die Trendwende

Borussia Dortmund will die Tabellenführung verteidigen
Borussia Dortmund will die Tabellenführung verteidigen
Foto: © getty, Maja Hitij
08. März 2019, 11:53

Verlieren verboten: Nach dem Aus in der Champions League und im DFB-Pokal ist Borussia Dortmund in der Liga gegen den VfB Stuttgart unter Druck - es droht der Verlust der Tabellenführung.

Lucien Favre ließ sich nicht locken. Egal, was die Journalisten auch fragten, der Trainer von Borussia Dortmund blieb stoisch ruhig. Alles sei in bester Ordnung, meinte Favre, und von einer Krise wollte er schon gar nichts wissen. "Wir kreieren genug Torchancen, um zu gewinnen", sagte der Coach und folgerte: "Wir müssen nur die individuellen Fehler abstellen."

Dass der BVB seinen einst komfortablen Vorsprung in der Fußball-Bundesliga auf den Verfolger Bayern München nahezu komplett verspielt hat und gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15:30 Uhr im sport.de LIVE-Ticker) der Verlust der Tabellenführung droht, wollte Favre nicht weiter kommentieren.

Das Team müsse "einfach weiter arbeiten", sagte der Coach. Druck empfinde er ohnehin nicht, Fehler passierten nunmal, und diese müsse man analysieren.

Manager Michael Zorc sprach davon, dass jede Mannschaft einmal eine solche "Phase" habe, "die ergebnistechnisch nicht so gut aussieht". Er forderte aber auch ein Ende dieser Serie.

"Ich erwarte, dass wir die Intensität auf den Platz bringen, wie wir es auch am Dienstagabend getan haben", sagte Zorc mit Blick auf das 0:1 gegen Tottenham Hotspur, das das Aus im Achtelfinale der Champions League besiegelt hatte: "Diese erste Halbzeit war sehr, sehr gut."

Spielerische Leichtigkeit ist abhanden gekommen

In dieser Halbzeit hatte der BVB den englischen Spitzenklub förmlich überrollt und sich zahlreiche Chancen erspielt. Einziges Manko: Es stand zur Pause 0:0, weil Marco Reus und Co. einfach nicht trafen - dennoch soll das Tottenham-Spiel als Mutmacher für den Schlussspurt in der Bundesliga dienen.

Jetzt ist vor allem Trainer Favre gefordert. Die spielerische Leichtigkeit, mit der der BVB die Hinrunde dominiert hatte, ist ebenso verloren gegangen wie die eiskalte Chancenverwertung. Außerdem haben sich die Gegner scheinbar auf die Spielweise eingestellt.

Der technisch starke BVB hatte zumindest zuletzt mehrfach Probleme, wenn die Gegner auf volle Defensive und Konter setzte. Hier fehlte die "Wucht", um sich durchzusetzen, hatte Torhüter Roman Bürki kritisiert.

Lucien Favre lobt Stuttgarts System

Gegen den VfB erwartet die Dortmunder aber wieder ein ähnliches Geduldspiel - schließlich ist es kaum vorstellbar, dass die abstiegsbedrohten Schwaben ihr Heil in der Offensive suchen werden.

"Es scheint, dass sie ihr System gefunden haben. Sie sind besser als in der Hinrunde", analysierte Favre: "Sie haben eine Organisation gefunden, defensiv und offensiv funktioniert das ziemlich gut."

Wie der BVB dieses Spiel angehen wird, verriet Favre nicht. Auch zum Personal wollte er sich nichts entlocken lassen. "Zwei, drei Spieler sind erkältet", sagte der Coach, ohne jedoch Namen zu nennen, "um nicht zu viel Information zu geben".

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