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Tulovic: Von der Schulbank auf die Überholspur

Lukas Tulovic fährt 2019 seine erste volle Saison in der Moto2
Lukas Tulovic fährt 2019 seine erste volle Saison in der Moto2
Foto: © getty, Mirco Lazzari gp
08. März 2019, 10:45

Für Lukas Tulovic beginnt am Wochenende in Katar seine erste komplette WM-Saison. Der 18-Jährige ist stolz auf den Sprung ins Starterfeld, hat aber noch eine Alternative zum Motorradsport in der Tasche.

Nur auf eine Karte wollte Lukas Tulovic lieber nicht setzen. Erst baute der 18-Jährige sein Abitur, jetzt geht es nur noch auf dem Motorrad um Punkte. "Ein Plan B ist sehr wichtig und wertvoll", sagt der Newcomer aus Eberbach vor dem Start in seine erste komplette WM-Saison. "Im Nachhinein hat alles Sinn gemacht. Ich bin froh, dass ich es durchgezogen habe."

Tulovic ist erleichtert, es gibt keine Doppelbelastung mehr - zuletzt sah das noch anders aus. Kiefer Racing gab dem Teenager im letzten Sommer die Chance, als Ersatzmann einzuspringen, doch zuvor musste er einiges erledigen. "Lernen, Klausuren, Abschlussprüfungen, das war total stressig", sagt Tulovic. Die Bücher sind mittlerweile zu, "es ist jetzt wirklich entspannt."

Tulovic sammelt bei Tests "viele wichtige Erfahrungen"

Endlich kann sich der Rookie ganz auf die Rennen konzentrieren. Dreimal durfte er in der abgelaufenen Saison schon in der Moto2 ran, zwei 20. und ein 23. Platz sprangen dabei heraus. "Im letzten Jahr war es ein Traum, in der WM an den Start zu gehen. Ich war dankbar für die Chance", sagt Tulovic rückblickend, doch er ist heiß auf den nächsten Schritt: "Jetzt eine volle Saison zu fahren, 19 Rennen, weltweit, ich freue mich wahnsinnig."

Tulovic konnte im Vorjahr bei Kiefer und Forward Racing reinschnuppern, nun wartet auf den Youngster eine neue Herausforderung. Beim letzten Test am vergangenen Wochenende in Katar, dort, wo am Sonntag in der Dämmerung auch der erste Lauf stattfinden wird, verbesserte sich der KTM-Pilot nach schwierigem Start trotz Widrigkeiten wie Wind, Sand und Dunkelheit kontinuierlich.

Die vielen Runden auf dem Losail Circuit seien "sehr wertvoll" gewesen, "vor allem weil ich in Katar zum ersten Mal auf der Strecke war. Ich bin vorher noch nie bei Flutlicht gefahren", sagt Tulovic: "Von daher war das eine sehr wichtige Erfahrung." Auch die darauffolgenden Kurse in Argentinien und Amerika sind Neuland, bislang war er nur in der Europameisterschaft unterwegs.

"Punkte wären auf alle Fälle schön"

Die Premiere bei den ungewohnten Sichtverhältnissen war nicht einfach. "Es ist hell, es ist sehr stark ausgeleuchtet, trotzdem ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht", sagt Tulovic, "außenrum ist alles dunkel. Es ist wie im Tunnel. Nach dem ersten Abend war ich vom Kopf her total platt."

Konkrete Ziele hat sich der Neue nicht gesetzt. "Klar, Punkte wären auf alle Fälle schön. Man muss halt nur sehen, dass es die Weltmeisterschaft ist", so Tulovic. "Ich würde mir es erhoffen, aber ich gehe am Saisonanfang erstmal ohne Druck an die Sache."

Tulovic, der im Gegensatz zu den meisten anderen Piloten nicht über die Moto3 in die Moto2 kam, ist einer von drei Deutschen in der mittleren Klasse. Austausch mit Marcel Schrötter oder Philipp Öttl gibt er aber selten. "Wenn wir uns auf der Strecke im Fahrerlager sehen, gibt's schonmal ein bisschen Smalltalk. Ich habe ein paar andere Fahrer, mit denen ich mehr Kontakt habe und auch trainieren gehe."

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