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Nächste Pleite für den VfB

Poulsen verdirbt Hitzlspergers Premiere in Stuttgart

Entscheidender Moment: Marcel Sabitzer versenkt einen Freistoß zur 2:1-Führung
Entscheidender Moment: Marcel Sabitzer versenkt einen Freistoß zur 2:1-Führung
Foto: © getty, Christian Kaspar-Bartke
16. Februar 2019, 17:27

Der abstiegsgefährdete VfB Stuttgart hat seinem neuen Sportvorstand Thomas Hitzlsperger die Premiere mit der nächsten Pleite verdorben.

Die Schwaben mussten sich RB Leipzig trotz einer kämpferisch guten Leistung mit 1:3 (1:1) geschlagen geben und schwächten damit die Position ihres wankenden Trainers Markus Weinzierl noch mehr.

Leipzig hingegen schob sich ganz dicht an den Tabellendritten Borussia Mönchengladbach heran und untermauerte seine Champions-League-Ambitionen.

Stuttgart steckte zunächst den Dämpfer von Yussuf Poulsen (6.) weg, der Leipzig aus kurzer Entfernung in Führung brachte, und glich durch Hoffenheims Leihgabe Steven Zuber (16./Handelfmeter nach Videobeweis) aus.

Danach gestaltete der VfB das Geschehen offen, aber nach dem Wechsel stellte Marcel Sabitzer (68.) für RB mit einem tollen Freistoß die Weichen auf Sieg. Poulsen (74.) erhöhte nach einem Konter.

Für den Tabellen-16. Stuttgart war es die sechste Niederlage in den letzten sieben Spielen.

Kapitän Gentner auf der Bank, Gomez in der Startelf

Weinzierl, der von Hitzlsperger Zuspruch erfahren hatte, setzte mit seiner Aufstellung zwei Signale. Zum einen musste Christian Gentner auf die Bank, seine Spielführerrolle übernahm der nach einer Sperre in die Startelf zurückgekehrte Mario Gomez. Zudem betraute der VfB-Coach den französischen Weltmeister Benjamin Pavard mit der Funktion als zentralen Abwehrspieler, was dazu führte, dass die schwächste gegen die beste Defensive der Bundesliga lange auf Augenhöhe agierte.

Nach anfänglichen Problemen wie beim 0:1 gelang es Pavard, die Defensive besser zu organisieren. Leipzig, das zum ersten Mal seit Oktober mit dem Schweden Emil Forsberg in der Startelf antrat, wirkte zwar selbstsicherer als der VfB, aber wirkungsvoll waren die Sachsen zunächst nur selten.

Hilfreich war auch der Ausgleichstreffer, als Schiedsrichter Felix Zwayer sich erst anhand der TV-Bilder vergewisserte und dann korrekterweise auf Handelfmeter entschied. RB-Kapitän Willi Orban hatte nach einem Gomez-Kopfball den Ball regelwidrig berührt. Nach Zubers Treffer sprang Hitzlsperger kurz von der Bank auf, freute sich aber zurückhaltender als Weinzierl.

Sabitzers Kunstschuss bringt RB Leipzig auf die Siegerstraße

Mit Pfiffen bei nahezu jeder Aktion wurde Ex-VfB-Profi Timo Werner bedacht, der allerdings den Stuttgarter Anhang mit einer provokativen Kuss-Geste noch mehr gegen sich aufbrachte. Leipzig hatte zudem Glück, nicht mit einem Rückstand in die Pause gehen zu müssen: Bei einem Kopfball von VfB-Winterzugang Ozan Kabak (45.+2) rettete Sabitzer in höchster Not.

Die Mannschaft von RB-Trainer Ralf Rangnick startete schwungvoller in den zweiten Durchgang, der VfB hielt dagegen, ließ aber in seinem Offensivspiel oft die Präzision vermissen. Eine Glanztat von RB-Torwart Péter Gulácsi (64.) verhinderte dann allerdings ein VfB-Tor von Santiago Ascacíbar. Von Sabitzers Treffer erholte sich Stuttgart nicht mehr.

 

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