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Vor dem direkten Duell der Abstiegskandidaten

Weinzierl erklärt: Bei Fortuna "spielt es sich leichter"

Markus Weinzierl weiß um die prekäre Situation des VfB
Markus Weinzierl weiß um die prekäre Situation des VfB
Foto: © getty, Christian Kaspar-Bartke
09. Februar 2019, 11:54

Markus Weinzierl weiß, wie prekär die Lage beim VfB Stuttgart ist - auch für ihn selbst. "Ich bin selbstkritisch. Ich kenne die Erwartungen, ich kenne das Ziel des Vereins, ich kenne die Größe des Vereins, ich kenne die damit verbundene Diskussion und Unruhe", sagte der 44 Jahre alte Trainer vor dem richtungweisenden Kellerduell am Sonntag bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf.

Der Druck auf Weinzierl nach nur zehn Punkten aus 13 Spielen, von denen die Schwaben neun verloren, wird immer größer. Sportvorstand Michael Reschke sprach dem Coach zuletzt zwar das Vertrauen aus - doch wie lange die Geduld bei Reschke hält, ist ungewiss. Nach "kicker"-Informationen soll der Verein vor dem Schlüsselspiel bereits "Notfallpläne" durchgespielt haben. Als mögliche Kandidaten wurden Markus Gisdol und Felix Magath genannt.

Deshalb helfen Weinzierl nur Siege, um die immer größer werdende Unruhe beim VfB, die zuletzt im Rücktritt des Weltmeisters und Aufsichtsrats Guido Buchwald gipfelte, einzudämmen. Zumal die Erwartungen beim Traditionsklub nach wie vor hoch sind - zu hoch, wie Weinzierl andeutete.

Für Düsseldorf "spielt es sich leichter"

Düsseldorf stecke "da unten drin und denkt sich jeden Tag: Alles ist gut, und wir schaffen das trotzdem", so der VfB-Coach, "bei uns ist es so, dass jeder im Umfeld und wir auch intern natürlich sagen: Um Gottes willen, mit der Situation haben wir eigentlich gar nichts zu tun. Aber das ist ein Fehler." Bei der Fortuna sei es eine "ganz andere Herangehensweise. Da spielt es sich leichter".

Zumal die Fortuna als Tabellen-14. bereits sieben Punkte mehr auf dem Konto hat als die seit fünf Spielen sieglosen Stuttgarter (vier Niederlagen). Für den VfB, bei dem vor der Saison schon wieder einige von höheren Sphären geträumt hatten, geht es nur noch ums blanke Überleben. Auf die Frage, ob jeder verinnerlicht habe, dass es nur noch um den Klassenverbleib geht, antwortete Weinzierl: "Alles andere wäre schlimm."

Gegen die Fortuna müsse sein Team, in dem der gesperrte Torjäger Mario Gómez und der verletzte Dennis Aogo fehlen, "kompakter, schneller, gefährlicher" auftreten, forderte Weinzierl. Die Düsseldorfer würden es vormachen, wie es im Abstiegskampf geht: "Sie kämpfen und rennen, sie sind sehr gut organisiert und schmeißen das Herz auf den Platz." Und glauben an ihre Chance.

Augsburg-Manager fordert Reaktion

Auch beim FC Augsburg ist der Glaube an den Klassenerhalt wieder gewachsen. Nach zehn sieglosen Spielen war dem FCA beim Debüt von Co-Trainer Jens Lehmann in der Liga beim 3:0 gegen Mainz der erhoffte Befreiungsschlag gelungen.

Vor dem Auswärtsspiel bei Werder Bremen am Sonntag forderte Sportchef Stefan Reuter nach dem mühevollen Pokalsieg gegen Zweitligist Holstein Kiel (1:0) aber eine klare Reaktion: "Es ist zwingend erforderlich, dass wir uns nahezu in allen Bereichen deutlich steigern. Werder Bremen wird solche Chancen nicht liegen lassen." Für FCA-Trainer Manuel Baum wären "drei Punkte das Wichtigste und dass die anderen Klubs nicht zu extrem nachrücken". Heißt: Stuttgart sollte nicht gewinnen.

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