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Wolfsburg atmet nach erstem Sieg 2019 auf

Hertha hadert vor Bayern-Spiel: "Einfach nicht gut genug"

Berlins Rune Jarstein war nach der Heimpleite gegen Wolfsburg bedient
Berlins Rune Jarstein war nach der Heimpleite gegen Wolfsburg bedient
Foto: © getty, Martin Rose
03. Februar 2019, 10:27

Hertha BSC schmerzt die Niederlage im Duell der Europa-Anwärter gegen den VfL Wolfsburg. Beim Pokal-Kracher gegen Bayern München am Mittwoch muss eine Steigerung her.

Fast schon lässig lehnte sich Davie Selke an die weiße Betonsäule, als er nach Bayern München gefragt wurde. "Das ist egal, ob die verloren oder gewonnen haben", sagte der Stürmer von Hertha BSC über Berlins Gegner im anstehenden Kracher des DFB-Pokal-Achtelfinales.

Nichts, aber auch gar nichts sage die 1:3-Pleite des Rekordmeisters bei Bayer Leverkusen aus. Die Frage ist nun, ob das auch für Herthas gleichzeitige 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg gilt.

Für Selke ist die Antwort klar. "Wenn der Rekordmeister kommt, ist ausverkauftes Haus in Berlin. Das wird ein wichtiges Spiel für die Fans und für uns. Aber ich bin mir sicher, dass wir uns da anders zeigen werden", sagte der 24-Jährige.

Anders? Ja, bis zum Duell mit den Bayern am Mittwoch muss sich bei der Hertha einiges ändern. Vor allem offensiv und im Kopf.

Herthas Jarstein gesteht: "Es war einfach nicht gut genug"

"Wolfsburg hat zum Schluss verdient gewonnen. Wegen der Einstellung und der Körperlichkeit", sagte Herthas Trainer Pál Dárdai nach einer Partie, in der seine Mannschaft auch hätte gewinnen oder zumindest ein Unentschieden ergattern können.

Aber trotz aller Berliner Chancen, die Wolfsburgs starker Torwart Koen Casteels erstklassig vereitelte, stand am Ende nur der Treffer von VfL-Stürmer Wout Weghorst (65.) auf der Anzeigetafel. "Wir haben den Sieg einfach verschenkt", analysierte Dárdai treffend.

Dazu vergeigte Hertha eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich im Kampf um die Europacup-Ränge von Wolfsburg abzusetzen.

"Wir hatten eine Möglichkeit, etwas nach oben zu gucken. Es war einfach nicht gut genug", bilanzierte Berlins Keeper Rune Jarstein. So aber blieb Hertha bei 28 Punkten, kassierte seine erste Niederlage im Jahr 2019 und liegt nun drei Zähler hinter Wolfsburg. All das haben sie auch in Berlin registriert, weshalb vorerst knallharte Nüchternheit einkehrte.

"Wir bereiten uns jetzt auf Bayern vor, das wird schwierig genug. Und dann wird es sehr heftig die nächsten Wochen", sagte Defensiv-Routinier Fabian Lustenberger.

Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen und danach ein Auswärtsspiel bei den Bayern - so sieht das kommende Programm in der Bundesliga aus. "Da müssen wir dann wieder dreifach punkten, um in der Tabelle wieder etwas hochzurutschen", sagte Lustenberger. Ambitioniert.

VfL Wolfsburg atmet nach erstem Sieg 2019 auf

Da können die Wolfsburger schon ruhiger schlafen. Nach zwei Niederlagen zum Jahresauftakt gegen Schalke 04 (1:2) und Bayer Leverkusen (0:3) durfte das Team von Trainer Bruno Labbadia mal wieder jubeln und schnuppert an Europa.

"Der Sieg war sehr wichtig, weil so bleiben wir oben dran. Sonst wäre es ein richtig schlechtes Gefühl gewesen. Das gibt wieder Selbstvertrauen", sagte Casteels.

Das können die Wölfe einpacken und mit nach Sachsen nehmen, wo am Mittwoch ihr Pokal-Achtelfinale bei RB Leipzig ansteht. "Wir freuen uns auf das Spiel. Leipzig ist eine gute Mannschaft und in sehr guter Verfassung", sagte Casteels: "Das wird nicht einfach." Er sollte mal bei den Berlinern nachfragen.

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