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Rekordmeister eröffnet Jagd auf den BVB

FC Bayern reicht in Hoffenheim eine starke Halbzeit

FC Bayern setzt BVB mit Sieg in Hoffenheim unter Druck
FC Bayern setzt BVB mit Sieg in Hoffenheim unter Druck
Foto: © getty, Alex Grimm
18. Januar 2019, 22:26
sport.de
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Tabellenführer BVB im Visier: Angeführt von Scharfschütze Leon Goretzka hat der FC Bayern München die Jagdsaison mit einem Volltreffer eröffnet.

Der streckenweise bärenstarke Rekordmeister gewann zum Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga 3:1 (2:0) bei der TSG Hoffenheim und hat den Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund erst einmal auf drei Punkte verkürzt. Der BVB spielt am Samstag (18:30 Uhr) im Spitzenspiel bei RB Leipzig.

Goretzka (34. und 45.+1) und Torjäger Robert Lewandowski (87.) trafen für die Münchner, die erstmals seit 2011 nicht als Spitzenreiter in die zweite Saisonhälfte gingen.

Für die Bayern war es der sechste Sieg in Folge, zuletzt hatten sie zweimal hintereinander ihre Gastspielen in Sinsheim verloren.

Dagegen kassierten die Kraichgauer, die den erneuten Einzug in die Champions League anstreben, die erste Niederlage nach zehn Partien ohne Pleite. Daran änderte auch das Tor von Nationalspieler Nico Schulz (59.) nichts.

Die Anreise der Bayern verlief nicht ohne Probleme. Trotz einer Polizei-Eskorte mit Blaulicht hatte der Mannschaftsbus große Probleme, sich durch den Stau auf der Autobahn zu kämpfen.

Das Team und Trainer Niko Kovac, der vor der Partie noch nie als Trainer in Sinsheim gewonnen hatte, kamen erst rund eine Stunde vor dem Anpfiff am Stadion an.

"Es ist schon wichtig, sich nicht vorher zu ergeben, wenn der rote Bus einfährt", hatte Hoffenheims scheidender Trainer Julian Nagelsmann, der zum 100. Mal in der Bundesliga an der Seitenlinie stand, passend dazu vor dem Spiel gesagt: "Wir sind in der Lage, auch Bayern München wehtun zu können."

Offensive Hoffenheimer können FC Bayern zunächst nicht schocken

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Arena lief bei beiden Mannschaften zu Beginn nicht alles rund. Dennoch erspielten sich die Bayern, die ohne Franck Ribery, Arjen Robben und Corentin Tolisso auskommen mussten, unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw in der 10. Minute die erste Chance. Die Direktabnahme von Lewandowski verfehlte ihr Ziel nur knapp.

Die Hoffenheimer waren zwar extrem offensiv aufgestellt, brachten nach vorne zunächst aber kaum etwas zustande. Die Mannschaft Nagelsmanns, der in der nächsten Saison Leipzig trainieren wird, wurde von den Gästen in die Defensive gedrängt. Auch Konter funktionierten nicht.

Thomas Müller hätte in seiner typischen "Wühler-Manier" aus kurzer Distanz fast die FCB-Führung erzielt (19.). Kurz darauf waren es Mats Hummels nach einer Ecke (28.) und erneut Müller (29.), die die längst fällige Führung auf dem Fuß hatten.

Von der TSG kam so gut wie nichts. Goretzka brachte mit seinen beiden Toren die deutliche Überlegenheit dann doch noch vor der Pause auf die Anzeigetafel.

Umstellungen von Nagelsmann stellen FC Bayern vor Probleme

Zu Beginn der zweiten Hälfte stellte Nagelsmann um. Der wieder einmal schwache Abwehrchef Kevin Vogt rückte ins defensive Mittelfeld, aus der Dreier-Abwehrkette wurde eine Viererkette. Das führte dazu, dass die Hoffenheimer deutlich besser ins Spiel kamen. Der Brasilianer Joelinton und Kerem Demirbay konnten die Doppelchance zum Anschlusstreffer aber nicht nutzen (53.).

Drei Minuten später brachte Nagelsmann gleich zwei Neue, um den Druck noch weiter zu erhöhen. Für Dennis Geiger und Florian Grillitsch mussten Kapitän Vogt sowie Demirbay weichen. Die Maßnahme wurde sofort von Erfolg gekrönt. Schulz schloss einen Konter in Folge einer Bayern-Ecke stark ab. Das Ganze war fast eine Kopie des zweiten Goretzka-Treffers, der nach einem TSG-Eckball fiel.

Im Anschluss beruhigte sich das Spiel zunächst, die Bayern wollten den Dreier über die Zeit retten. In der 79. Minute kam James für Thiago bei den Bayern. Aufseiten der TSG ersetzte Adam Szalai seinen Sturmkollegen Joelinton. Lewandowski machte mit seinem elften Saisontreffer dann alles klar.

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