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Bayerns Pechvogel ist endlich fit - doch wie lange?

Kingsley Coman und der Kampf gegen die inneren Zweifel

Kingsley Coman ist einer der großen Hoffnungsträger beim FC Bayern
Kingsley Coman ist einer der großen Hoffnungsträger beim FC Bayern
Foto: © Elmar Kremser/SVEN SIMON
19. Dezember 2018, 11:36
sport.de
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Im Sommer steht dem deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern ein gewaltiger Umbruch ins Haus. Ein Eckpfeiler des runderneuerten Münchner Teams soll Angreifer Kingsley Coman sein. Doch dessen Krankenakte bereitet Sorgen.

Als Kingsley Coman kürzlich in der französischen TV-Sendung "Téléfoot" zu Gast war, ließ er sich zu einer Aussage hinreißen, die in Deutschland für jede Menge Schlagzeilen sorgte.

"Ich werde eine dritte Operation an meinem Fuß nicht akzeptieren. Genug ist genug. Vielleicht ist mein Fuß dafür nicht gemacht. Ich werde dann ein anderes Leben führen, ein anonymes Leben", sagte der Youngster vor laufenden Kameras. Zuvor war Coman auf seine Verletzungshistorie angesprochen worden.

Im zarten Alter von 22 blickt der Offensivspieler bereits auf vier schwere Blessuren zurück: Mal war die Kapsel betroffen, ein anderes Mal das Außenband und zuletzt vor allem die Syndesmose.

Am ersten Spieltag der laufenden Bundesligasaison zog sich Coman bei einer Grätsche von Gegenspieler Nico Schulz einen Syndesmoseriss im linken Sprunggelenk zu.

Kingsley Coman nach dem Foul von Nico Schulz
Kingsley Coman nach dem Foul von Nico Schulz

Bitter: Im Februar hatte der Stürmer des FC Bayern bereits die gleiche Verletzung erlitten, wodurch er die Weltmeisterschaft in Russland und letztlich auch den WM-Titel mit der französischen Nationalmannschaft verpasste.

Der gebürtige Pariser musste unters Messer, monatelange Qualen in der Reha folgten. Ein wiederkehrendes Muster, aus dem Frust entwachsen ist - und Zweifel an der eigenen Belastbarkeit.

Coman bringt alles mit, um beim FC Bayern eine Hauptrolle zu spielen

Im Gespräch mit der "Bild" ruderte Coman zuletzt ein wenig zurück. Er sei missverstanden worden, als es um sein Karriereende ging, stellte der 22-Jährige klar.

"Ich habe damit gemeint, dass ich keine Lust mehr auf eine erneute Reha hätte, wenn ich die gleiche Verletzung im selben Jahr – also in den nächsten Wochen – noch einmal hätte. Über einen späteren Zeitpunkt habe ich nicht gesprochen", betonte der Linksaußen.


Mehr dazu: Karriereende? Coman spricht Klartext


Seit seiner Ankunft an der Säbener Straße im Sommer 2015 hat der ehemalige Juventus-Youngster immer wieder angedeutet, welch phänomenales Potenzial in ihm schlummert. Tempo, Technik, Einsatzwille - Coman bringt alles mit, um beim FC Bayern auf Jahre eine Hauptrolle zu spielen.

Exemplarisch sein Treffer beim jüngsten 3:3 in der Champions League gegen Ajax, als er den Ball aus 15 Metern sehenswert ins lange Eck schlenzte.

Die Verantwortlichen beim deutschen Rekordmeister wissen, was sie an Coman haben. "Er ist ein Weltklassespieler und wird noch viele gute Spiele machen", schwärmte Trainer Niko Kovac vorige Woche. Ähnlich äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge: "Er ist ein wichtiger Spieler und wird in der Zukunft noch wichtiger werden."

Junge Profis beim FC Bayern künftig mehr im Fokus

Bei den Lobeshymnen der Bayern-Bosse schwingt die Hoffnung mit, dass Coman seine Qualitäten endlich über einen längeren Zeitraum einbringen kann. Sie sehen ihn als legitimen Nachfolger seines Landsmanns Franck Ribéry, der den FCB im Sommer aller Voraussicht nach verlassen wird. Mit Arjen Robben steht ein weiterer Abgang in der Offensive bereits fest.

Obwohl Präsident Uli Hoeneß eine Transferoffensive angekündigt hat, werden die Macher in München sicher nicht unglücklich sein, die eine oder andere Planstelle im Kader intern besetzen zu können. Junge Profis wie Leon Goretzka, Serge Gnabry und Kingsley Coman sollen künftig stärker in den Fokus rücken und Gesichter eines "neuen" FC Bayern werden.

Dass das Team verjüngt werden muss, ist den Spielern durchaus bewusst. "Wir haben eine sehr gute Mannschaft, aber sie ist ein bisschen in die Jahre gekommen", sagte Coman im November am Rande eines PR-Termins und regte an, "zur rechten Zeit" über Neuzugänge nachzudenken.


Mehr dazu: Coman über Bayern-Kader: "Bisschen in die Jahre gekommen"


Sollte der Branchenprimus tatsächlich auf Einkaufstour gehen, droht dem 15-fachen Nationalspieler Frankreichs neue Konkurrenz auf der linken Außenbahn.

Comans Vorteil: Nach dreieinhalb Jahren und exakt 100 Pflichtspielen für den FC Bayern kennt er den Verein und dessen Umfeld in- und auswendig. Der Edeltechniker hat verinnerlicht, worauf es beim Champions-League-Sieger von 2013 ankommt: Eine unerschütterliche Siegermentalität.

Ebendiese wurde in den vergangenen Monaten auf eine harte Probe gestellt, wenn Coman wieder einmal fernab der Kollegen für sein Comeback schuften musste. Doch bislang hat er den Kampf gegen sich selbst stets gewonnen.

Heiko Lütkehus

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