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Fünf Erkenntnisse nach Wolfsburgs 2:2 gegen Hoffenheim

Wolfsburg und Hoffenheim trennten sich unentschieden
Wolfsburg und Hoffenheim trennten sich unentschieden
Foto: © getty, Selim Sudheimer
09. Dezember 2018, 11:23

Vier Tore, kein Sieger: Die Aufholjagd des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga hat einen Dämpfer erhalten. Warum die Wölfe noch kein Spitzenteam sind und vier weitere Erkenntnisse nach Wolfsburgs 2:2 (2:1) gegen die TSG Hoffenheim:

1. Der VfL Wolfsburg ist (noch) kein Spitzenteam!

Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia spielte am Samstag phasenweise richtig gut, doch nach der 2:1-Führung verloren die Wölfe ihre Linie und ließen sich von den Kraichgauern fast eine Halbzeit lang in der eigenen Hälfte einschnüren. Der Ausgleich durch Andrej Kramaric (71.) war folgerichtig. "Wir hatten den Gegner in allen Belangen im Griff und müssen mehr als zwei Tore machen", haderte Admir Mehmedi und sprach von Nuancen, die fehlen würden: "Es ist ärgerlich, dass wir 2:2 spielen." Immerhin: Der VfL, der zuletzt die imposanten Serien von RB Leipzig (1:0/zuvor zehn Liga-Spiele unbesiegt) und Eintracht Frankfurt (2:1/zuvor zehn Siege in elf Pflichtspielen) beendet hatte, blieb zum dritten Mal hintereinander ungeschlagen.

2. Wolfsburg wird dennoch in den Kampf um die Europacup-Plätze eingreifen!

Trotz des "ärgerlichen" Remis werden die Niedersachsen nach den beiden Last-Minute-Rettungen in der Relegation in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Mehr noch: Sammelt der VfL im Weihnachts-Endspurt mit Spielen in Nürnberg, gegen Stuttgart und in Augsburg noch ein paar Zähler, könnte es in der Rückrunde ums internationale Geschäft gehen. "Wir werden jetzt nicht die große Klappe machen", sagte Labbadia, "wir wollen aber jedes Spiel gewinnen".

3. Ermin Bicakcic kommt in jeden Saisonrückblick!

Scharfe Hereingabe, Flugkopfball, Tor: Besser als Ermin Bicakcic bei seinem spektakulärem Eigentor (28.) nach scharfer Hereingabe von Daniel Ginczek hätte es auch ein Stürmer nicht machen können. Während der Unglücksrabe nach dem ersten Eigentor seiner Karriere mit dem Schicksal haderte ("Pech"), nahm ihn Trainer Julian Nagelsmann ausdrücklich in Schutz. "Wenn er den Ball durchlässt, ist er auch drin. Da steht dann Wout Weghorst blank und schießt ihn rein." Dumm für Bicakcic nur, dass er keine 180 Sekunden später schon wieder im Fokus stand. Der TSG-Verteidiger warf sich mit vollem Einsatz in Ginczeks Schuss und fälschte ihn so unglücklich ab, dass er unhaltbar im Hoffenheimer Tor landete. Wolfsburg führte 2:1 - und Bicakcic sicherte sich endgültig den Platz in jedem Saisonrückblick.

4. Wolfsburg bleibt für Hoffenheim kein gutes Pflaster!

Zum elften Mal spielten die Hoffenheimer seit ihrem Bundesliga-Aufstieg in Wolfsburg, zum zehnten Mal wurde es nichts mit dem erhofften Dreier. Die Bilanz der TSG kann sich trotzdem sehen lassen: Das Nagelsmann-Team ist seit sieben Bundesliga-Spielen ungeschlagen (4 Siege, 3 Remis).

5. Hoffenheim will nichts verschenken!

Abschenken? Auf keinen Fall. "Wir fahren da nicht hin, um uns das Stadion anzusehen", sagte Bicakcic mit Blick auf die vorerst letzte Hoffenheimer Champions-League-Reise. Dass der Gegner am Mittwoch Manchester City heißt? Egal. Angesichts von zwei Punkten Rückstand ist rein theoretisch schließlich noch die Europa-League-Quali drin. "Wir wollen uns nicht nachsagen lassen, nicht alles für Platz drei gegeben zu haben", so Bicakcic: "Alles ist möglich." Na dann.

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