Thomas Dreßen gibt mit Rang sieben einen ordentlichen Saison-Einstand.
Thomas Dreßen wusste zunächst nicht so richtig, was er von seiner Fahrt in Lake Louise halten sollte. Die "3" leuchtete auf der Anzeigetafel vor seinem Namen auf, doch Dreßen hob erst nach einigem Zögern die rechte Faust. Seine Zweifel waren begründet: Am Ende reichte es für den Shootingstar des vergangenen Winters bei der ersten Weltcup-Abfahrt der WM-Saison "nur" zu Platz sieben.
Doch von Enttäuschung war bei Dreßen anders als bei Viktoria Rebensburg nach ihrem Ausscheiden beim Riesenslalom in Killington/USA nichts zu spüren. "Das passt schon", sagte er, "für mich war es wichtig zu sehen, ob ich wieder in Form bin - und ich glaube, das kann man schon sagen. Darauf lässt sich aufbauen."
Zur Bestzeit des WM-Dritten Max Franz, der mit Startnummer eins bei perfekten Bedingungen zum zweiten Mal im Weltcup gewann, fehlten Dreßen 0,78 Sekunden. Platz zwei ging an Christof Innerhofer (0,28 Sekunden zurück), dessen Teamkollege Dominik Paris (0,54) Dritter wurde.
Für Dreßen war es das beste Ergebnis auf der "Men's Olympic". Bei seiner Premiere dort 2015 war er 23., im vergangenen Jahr fuhr er auf Platz 14. Andreas Sander (2,10) und Josef Ferstl (2,64) kamen nicht unter die besten 20.
"Letztes Jahr bin ich schlechter gefahren beim ersten Rennen", meinte Dreßen, "ich bin voll happy, weil ich gesund bin, weil ich im Ziel bin und weil es fahrerisch passt."
Dass er bei wechselnden Winden nicht die besten Bedingungen erwischt hatte, störte ihn kaum. "Die Ski waren schnell, die wollten flutschen, aber oben hat es mich immer ein bisschen gebremst. Ich dachte mir: So scheiße ist meine Hocke nicht. Aber das ist eben eine Freiluftsportart."
