Der Hamburger SV hat nach der peinlichen 0:5-Pleite gegen Jahn Regensburg Charakter bewiesen, einen wichtigen Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga aber dennoch verpasst. Beim direkten Rivalen SpVgg Greuther Fürth kam die Mannschaft von Trainer Christian Titz zum Abschluss des siebten Spieltags zu einem 0:0.
"Wir hatten gute Möglichkeiten, und wenn man die ersten zehn Minuten ausklammert, haben wir ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht", sagte HSV-Profi Lewis Holtby bei "Sky": "Wir hatten viel Ballbesitz, waren griffig in den Zweikämpfen. Nach dem letzten Spiel war es wichtig, Stabilität reinzubringen."
Mit nun 13 Punkten steht der Bundesliga-Absteiger hinter Spitzenreiter 1. FC Köln (16) und Union Berlin (13) auf Relegationsrang drei gleich vor den Fürthern (12). Damit vergab der HSV die Chance zum Sprung auf Rang zwei und kam vor dem wichtigen Derby gegen den FC St. Pauli am Sonntag (13:30 Uhr) nicht wirklich in Schwung.
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Nach dem Debakel gegen Regensburg hatte Titz Wiedergutmachung, "Trotz und Biss" versprochen und klargestellt: "Das dürfen wir uns nicht mehr erlauben." In seiner Startelf tauschte er vier Profis aus, brachte für den Angriff unter anderem Pierre-Michel Lasogga.
Zu Beginn war die Verunsicherung der Gäste allerdings beinahe in jeder Szene zu erkennen. Schon in der 2. Minute setzte Fürths Maximilian Wittek einen Freistoß an die Unterkante der Latte. Fürth begann mit hohem Tempo, Hamburg verlor in den ersten 15 Minuten dagegen zahlreiche Bälle schon im Spielaufbau.
In der Folge fing der Aufstiegsfavorit sich allerdings, das Spiel verflachte dadurch bis zur Pause. Nach dem Seitenwechsel trat der HSV dann verbessert auf, den Schuss des Ex-Fürthers Khaled Narey konnte Sascha Burchert mit Mühe entschärfen (52.). Beide Teams spielten nun auf Augenhöhe, zu Beginn der Schlussphase vertändelten Hwang Hee-Chan und der für den wirkungslosen Lasogga eingewechselte Arp eine weitere sehr gute Chance (78.).
Während der HSV am Sonntag St. Pauli zum Derby empfängt, reist die Spielvereinigung nach Dresden zur punktgleichen SG Dynamo, die mit bislang sechs Punkten aus der englischen Woche mächtig Rückenwind hat.




























